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Chronik 1989

Überblick

„Die Mauer ... wird in fünfzig und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", erklärt Erich Honecker noch Ende Januar 1989. Tatsächlich erscheint die DDR den meisten Zeitgenossen zu dieser Zeit stabil, obwohl das aufziehende wirtschaftliche Desaster am Zustand der Industrieanlagen, der Bausubstanz der Altstädte, der Straßen sowie der Luft- und Wasserverschmutzung erkennbar wird. Mehr
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    • 1989

      4. Juli

      Bundeskanzleramtsminister Rudolf Seiters stattet SED-Generalsekretär Erich Honecker einen Antrittsbesuch in Ost-Berlin ab. Mehr
    • 1989

      7. Juli

      Tagung des Warschauer Paktes in Bukarest, Juli 1989 (DDR-Delegation v.r.: Oskar Fischer, Egon Krenz, Hermann Axen, Erich Honecker, Willi Stoph, Heinz Kessler und Günter Mittag)
      Auf dem Gipfeltreffen des Warschauer Paktes in Bukarest gibt die Sowjetunion offiziell die Breschnew-Doktrin der begrenzten Souveränität der Mitgliedsstaaten auf und verkündet die „Freiheit der Wahl": Mehr
    • 1989

      7. Juli

      Eine Demonstration von Bürgerrechtlern auf dem Ost-Berliner Alexanderplatz gegen die Wahlfälschung vom 7. Mai wird von einem massiven Polizeiaufgebot aufgelöst. – Auch zum Abschluß des alternativen „Statt-Kirchentages" in Leipzig wird am 9. Juli gegen den Wahlbetrug demonstriert.
    • 1989

      9. Juli

      Nationalitätenunruhen in der Sowjetrepublik Moldawien.
    • 1989

      9. Juli

      James Baker, US-Außenminister, Juli 1989
      Beginn einer Europa-Reise von US-Präsident George Bush und Außenminister James Baker, die beide zunächst in die Staaten führt, in denen der Reformprozess am weitesten fortgeschritten ist: nach Polen und anschließend nach Ungarn. Mehr
    • 1989

      15. Juli

      Der 15. Weltwirtschaftsgipfel der sieben führenden Industrienationen (G-7) in Paris verweigert China wegen der Niederschlagung der Demokratie-Bewegung neue Weltbank-Kredite.
    • 1989

      15. Juli

      Im sibirischen Kohlerevier Kusbass und im größten Kohlegebiet der Sowjetunion, dem ukrainischen Donez-Becken, streiken die Bergarbeiter für höhere Löhne und bessere Lebensbedingungen. Als ihnen diese Ende Juli versprochen werden, werden die Streiks beendet.
    • 1989

      18. Juli

      Die westdeutsche Presse berichtet über eine zunehmende Fluchtwelle von DDR-Bürgern über Ungarn nach Österreich. Viele Flüchtlinge werden von ungarischen Grenzposten zwar noch festgenommen, aber immer seltener an die DDR-Staatssicherheit ausgeliefert.

      Noch Mitte Juli hat die ungarische Staatssicherheit ihrem DDR-Bruderorgan allerdings versichert, weiterhin die Grenze zu Österreich zuverlässig schützen zu wollen, DDR-Bürger nicht als politische Flüchtlinge im Sinne der Genfer Konvention zu behandeln und ihnen die Weiterreise in ein Land ihrer Wahl zu verwehren.


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    • 1989

      21. Juli

      In mehreren diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik im Ostblock, darunter auch in Budapest und Ost-Berlin, halten sich Mitte/Ende Juli mehr als 150 ausreisewillige DDR-Bürger auf, die ihre Ausreise in den Westen auf diese Weise erzwingen wollen. Mehr
    • Juli 1989

      Im Juli gelingt 11.707 Bürgern die Flucht in den Westen; 9.563 Menschen dürfen die DDR mit Genehmigung verlassen.
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