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  • Kullack, Horst
    Am letzten Tag des Jahres 1971 macht sich Horst Kullack im Schutz der Dunkelheit auf den Weg zur Grenze. Etwa gegen 22.00 Uhr klopft er an das Fenster eines Hauses, das im Sperrgebiet liegt, und fragt, ob er schon an der Grenze sei. Auf die Frage, was er dort wolle, sagt er, dass er "nach Westberlin abhauen will".Der Bewohner des Hauses, ein SED-Mitglied, meldet Kullacks Vorhaben an den Abschnittsbevollmächtigten der Volkspolizei weiter, der seinerseits die Grenzer informiert.
  • Weylandt, Manfred
    Gegen 23.30 Uhr, als Manfred Weylandt schon die Hälfte des Flusses überquert hat, wird er von zwei Grenzsoldaten entdeckt. Als er auf ihre Rufe nicht reagiert, eröffnen sie das Feuer und schießen aus der Hüfte so lange auf den Flüchtenden, bis er nicht mehr zu sehen ist. Von einer Kugel in den Hinterkopf getroffen, versinkt Manfred Weylandt in der Spree und ertrinkt.
  • Schulze, Klaus
    Mit Hilfe der Leiter überwinden Klaus Schulze und Dieter Krause den Signalzaun und lösen dabei, ohne es zu bemerken, Alarm aus. Klaus Schulze, der gebückt am hinteren Leiterende läuft, fällt über einen Stolperdraht. Dieter Krause erreicht als erster den letzten Zaun, einen circa 2,50 Meter hohen Streckmetallzaun auf einem Betongegensteilhang, und stellt die Leiter an. Vom Wachturm aus beginnt der Postenführer Dauerfeuer zu schießen.
  • Katranci, Cengaver
    Der achtjährige türkische Schüler spielt mit einem Freund etwa 100 Meter vom Grenzübergang Oberbaumbrücke entfernt auf der Böschung der Spree am Kreuzberger Gröbenufer. Die Jungen gehen hinunter ans Ufer, sie stehen auf der schmalen Kaimauer und füttern Schwäne. Plötzlich verliert Cengaver Katranci das Gleichgewicht und stürzt ins kalte Wasser.
 
 
 
Bundeszentrale für Politische Bildung DeutschlandRadio ZZF Potsdam