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  • Hayn, Walter
    Die Stimmen der nur wenige Meter entfernten Grenzposten können sie deutlich vernehmen. Einer von ihnen habe "Schnapp ihn dir" gerufen, ein anderer in barschem Ton gedroht "Bleib stehen, Du Schwein, oder ich leg Dich um." Für die West-Berliner Polizei besteht angesichts dieser Beobachtungen kein Zweifel, dass auf der anderen Seite der Sektorengrenze ein Fluchtversuch mit Waffengewalt vereitelt worden ist.
  • Philipp, Adolf
    Am 5. Mai 1964 ruft eine Meldung der DDR-Nachrichtenagentur ADN in West-Berlin ungläubiges Entsetzen hervor. Sie besagt, der 20 Jahre alte West-Berliner Adolf Philipp habe in der Nacht im Raum Staaken einen Überfall auf einen Grenzposten begangen und sei dabei erschossen worden.
  • Heike, Walter
    Als sich Walter Heike am Morgen des 22. Juni 1964 an dieser Stelle ins Grenzgebiet begibt, wird er zunächst von einem Angehörigen des MfS-Wachregiments entdeckt, der gleich nebenan den Eingang des Regierungskrankenhauses bewacht. Der Wachposten fordert ihn auf, stehen zu bleiben und gibt zwei Warnschüsse ab. Walter Heike lässt sich jedoch nicht aufhalten, steigt über die Mauer des Invalidenfriedhofs und läuft auf das Kanalufer zu.
  • Gneiser, Rainer
    Seit dem Sommer 1963 sollen die beiden Jugendlichen Pläne geschmiedet und ihre Flucht vorbereitet haben, die unter Wasser durch die Havel von Potsdam nach West-Berlin führen soll. Als sie mit Sauerstoffgeräten und Taucheranzügen ausgerüstet ihr Vorhaben ein Jahr später verwirklichen wollen, ertrinken sie in der Nacht zum 28. Juli 1964 unter unbekannten Umständen.
  • Wolscht, Norbert
    Norbert Wolscht und Rainer Gneiser haben ihre Flucht aus der DDR monatelang geplant und vorbereitet. Im Juli 1964 brechen die beiden 20-Jährigen von Freiberg in Sachsen nach Potsdam auf. Mit Sauerstoffgeräten, Schwimmflossen und Taucheranzügen ausgerüstet wollen sie in der Nacht zum 28. Juli durch die Havel nach West-Berlin gelangen.
  • Trabant, Hildegard
    Gegen 18.50 Uhr entdecken Grenzsoldaten im Postenbereich "Holzbrücke" eine Frau, die sich in dem unübersichtlichen Gelände hinter einem Holunderstrauch versteckt. Als einer der Posten sie auffordert, aus ihrem Versteck herauszukommen, springt die Frau auf und rennt weg. Dabei läuft sie aber nicht auf die Grenzanlagen zu, die sie noch von West-Berlin trennen, sondern bewegt sich in die entgegengesetzte Richtung. Dennoch entsichert der Grenzer seine Maschinenpistole und streckt die Frau nach Abgabe eines Warnschusses mit einem gezielten Schuss in den Rücken nieder.
  • Mispelhorn, Wernhard
    Es ist kurz nach Mitternacht, als am 18. August 1964 in der Ost-Berliner Kleingartenkolonie Schönholz mehrere Schüsse fallen. Das Gelände grenzt unmittelbar an den Stadtbezirk Reinickendorf im Westteil der Stadt. West-Berliner Polizeibeamte versuchen zu beobachten, was hinter den Sperranlagen vor sich geht. Sie können zwei Grenzsoldaten mit einer Tragbahre ausmachen. Doch dass ein junger Mann schwer verletzt abtransportiert wird, entzieht sich ihren Blicken.
  • Schultz, Egon, im Dienst getöteter Grenzsoldat
    Die Fluchthelfer retten sich in letzter Minute in den sicheren Westen. Im Hof liegt Egon Schultz, von zehn Kugeln getroffen. Für ihn gibt es keine Hilfe mehr, er stirbt auf dem Weg ins Volkspolizei-Krankenhaus.
  • Wolf, Hans-Joachim
    Ohne den Flüchtenden zu warnen, beginnen sie mit dem Beschuss. Hans-Joachim Wolf wird sich der Gefahr bewusst: Er ruft den Posten zu, dass sie nicht mehr schießen sollen. Aber sein Versuch, den Fluchtversuch aufzugeben, wird von dem Postenpaar nicht beachtet. Von den insgesamt 61 Schüssen, die auf Hans-Joachim Wolf abgegeben werden, trifft ihn einer tödlich in die Brust.
  • Mehr, Joachim
    In der Nacht vom 2. auf den 3. Dezember 1964 wird im Norden von Berlin der Fluchtversuch von zwei jungen Männern mit Waffengewalt vereitelt. West-Berliner Polizei- und Presseberichten zufolge ist es 2.20 Uhr, als eine Zollstreife im Reinickendorfer Ortsteil Frohnau Feuerstöße hört und Leuchtkugeln aufsteigen sieht.
 
 
 
Bundeszentrale für Politische Bildung DeutschlandRadio ZZF Potsdam