Chronik

2. November 1989 (Donnerstag)

Tag der Rücktritte: Die 1. SED-Bezirkssekretäre von Suhl, Hans Albrecht, und von Gera, Herbert Ziegenhahn, legen ihre Ämter nieder. Gerald Götting tritt als CDU-Vorsitzender, Heinrich Homann als NDPD-Vorsitzender, Harry Tisch als FDBG-Vorsitzender zurück.

Am Tag zuvor hat die "Berliner Zeitung", das Organ der Berliner SED-Bezirksleitung, über den "Bau eines räumlich und finanziell überdimensionierten Eigenheims" mit Gewerkschaftsgeldern für den IG-Metall-Vorsitzenden Gerhard Nennstiel berichtet. Die FDGB-Tageszeitung "Tribüne" vermutet eine "Rufmordkampagne". Der RIAS berichtet über den Skandal. (Im Bericht wird der Nachname des IG-Metall-Chefs verwechselt.)

In Erfurt, Guben, Gera und Halle demonstrieren jeweils mehr als 10.000 Menschen für Reformen.