Chronik
22. Juni 1961
Washington: Als Antwort auf die Rede Chruschtschows gibt der amerikanische Außenminister Dean Rusk eine Erklärung zur Berlinfrage ab, in der er die Rechtmäßigkeit der westalliierten Präsenz in der Stadt unterstreicht. "Die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten haben bestimmte grundsätzliche Verpflichtungen zum Schutze der Freiheit der Bevölkerung von Westberlin übernommen; westliche Streitkräfte sind rechtmäßig in der Stadt und bleiben dort, um diese Freiheiten zu schützen."
Rusk geht auch auf die Rolle der Sowjetunion in der Berlin-Problematik ein: "Die Sowjets sprechen ständig von Frieden, aber bedrohen den offensichtlichen Frieden, der in Westberlin herrscht. Nachdem sie es sich angelegen sein ließen, Ostberlin in Verletzung bestehender Abkommen an die sogenannte Deutsche Demokratische Republik zu übergeben, schlagen sie jetzt ein Vorgehen gegen die Position Westberlins vor. Wenn die Welt voller Sorge und Unruhe wegen Berlins ist, so ist dies direkt auf die sowjetische Bedrohung der Rechte anderer und der Freiheit der Westberliner zurückzuführen und nicht auf irgendeinen Umstand der gegenwärtigen Lage in Berlin."


