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  • SED-Politbüromitglied Werner Krolikowski über die innere Lage der DDR, 30. März 1983
    In einer geheimen Information für die Sowjets zeichnet SED-Politbüromitglied Werner Krolokowski ein dramatisches Bild der ökonomischen Zustände in der DDR und berichtet von der drohenden Zahlungsunfähigkeit. Gleichzeitig äußert er massive Kritik an SED-Chef Erich Honecker, der in seiner Haltung zur Bundesrepublik keine "klassenmäßige" Position vertrete. "Es ist eben ein Paradoxum", so Krolokowski, "dass ein eingefleischter Westdeutscher an der Spitze der DDR steht".
  • Verordnung zur Regelung von Fragen der Familienzusammenführung und der Eheschließung zwischen Bürgern der Deutschen Demokratischen Republik und Ausländern vom 15. September 1983
    Kein Rechtsanspruch auf eine Genehmigung, aber ein Antragsrecht auf eine "Wohnsitzänderung nach dem Ausland". Die neue Verordnung nennt viele Gründe, warum der Antrag abzulehnen sei. Und - die Ablehnung muss nicht einmal schriftlich erfolgen.
  • Brief von Erich Honecker an Helmut Kohl, 5. Oktober 1983
    In einem Briefwechsel zwischen Erich Honecker und Helmut Kohl werden zwar die unterschiedlichen Auffassungen bezüglich der Raketenstationierung in der Bundesrepublik deutlich, beide Seiten sind jedoch bemüht, das Klima der deutsch-deutschen Beziehungen von der aufkommenden Eiszeit zwischen den Großmächten freizuhalten. Honecker spricht von einer deutschen "Koalition der Vernunft".
  • Brief von Helmut Kohl an Erich Honecker, 24. Oktober 1983
    Kohl antwortet auf die Post aus Ost-Berlin. Er greife den Begriff der "notwendigen Koalition der Vernunft" gerne auf, verteidigt aber zugleich den NATO-Doppelbeschluss und setzt auf weitere Verhandlungen.
  • Brief von Helmut Kohl an Erich Honecker, 14. Dezember 1983
    Auch im kommenden Jahr möchte Helmut Kohl Frieden und Sicherheit in Europa mehren. "Ein Höchstmaß an Dialog und Zusammenarbeit wird den Entspannungsprozeß in Europa fördern."
  • Telefongespräch zwischen Erich Honecker und Helmut Kohl (Abschrift), 19. Dezember 1983
    Trotz der beginnenden Stationierung von Mittelstreckenraketen versichern sich Erich Honecker und Helmut Kohl kurz vor dem Weihnachtsfest, dass sie weiter an einem Ausbau der Beziehungen der beiden deutschen Staaten arbeiten wollen.
  • Agotz, Irene: Die Lügen der Stasi
    Nach dem Fall der Mauer berichtet Irene Agotz über den missglückten Fluchtversuch ihres Bruders Silvio Proksch und die anschließenden Repressalien der Stasi gegenüber ihrer Familie. Im Oktober 1990 erstatte Irene Agotz Anzeige wegen Totschlags gegen Erich Honecker.
 
 
 
Bundeszentrale für Politische Bildung DeutschlandRadio ZZF Potsdam