Weckeiser, Dieter und Elke
Die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt, als das junge Ehepaar Weckeiser am Abend des 18. Februar 1968 den Versuch unternimmt, die Grenze nach West-Berlin zu überwinden. Allerdings an einer Stelle, die besonders bewacht und gesichert ist: in der Stadtmitte an der Spree, schräg gegenüber vom Reichstagsgebäude. Hier hätten sie – nach Überwindung des Stacheldrahtes und einer Wachhund-Laufanlage – einen drei Meter hohen Streckmetallzaun überklettern, danach die eiskalte Spree durchschwimmen und am gemauerten Ufer auf der anderen Seite wieder empor kommen müssen.
Mende, Herbert
Am ersten Samstag im Juli 1962 geht Herbert Mende abends zum Tanz aus. Vom Westen Potsdams zieht es den jungen Mann an das östliche Ende der Stadt: in das Jugendclubhaus "John Scheer", unweit des Todesstreifens und der streng bewachten, nur für alliiertes Militärpersonal passierbaren Glienicker Brücke. Auf deren anderer Seite – für die Potsdamer seit dem Mauerbau unerreichbar – liegt West-Berlin.
Lehmann, Bernd
Am frühen Abend des 28. Mai 1968 werden in einem Gebüsch in Höhe des sowjetischen Ehrenmals in Berlin-Treptow ein Herrensakko, eine Strickjacke, eine lange Hose, Strümpfe und ein Paar Schuhe gefunden. In der Seitentasche des Sakkos befindet sich ein Ausweis mit den Personalien von Bernd Lehmann.
Krug, Siegfried
Einer der ihm entgegen stehenden Posten warnt den sich nähernden Siegfried Krug, er werde von der Schusswaffe Gebrauch machen, wenn dieser nicht stehen bleibe. "Ihr schießt ja doch nicht", entgegnet Siegfried Krug ganz ruhig und setzt seinen Weg fort, wobei er zwischen den Posten hindurchgeht, die ihm den Weg versperren wollen. Offenbar vertraut er darauf, dass er auf diesem Platz, unter dem Blick der Öffentlichkeit, nicht gewaltsam an seinem Weg von Ost nach West gehindert, geschweige denn erschossen werden kann.
Körner, Horst
Horst Körner stirbt noch am Tatort. In einer seiner Uniformtaschen finden die Grenzer einen Briefumschlag, auf den er Abschiedsworte an seine Eltern geschrieben hat: "Ehe ich mich fassen lasse, werde ich sterben." Aber mit Rolf Henniger hat er ausgerechnet einen Grenzsoldaten mit in den Tod gerissen, der offenbar selbst Fluchtgedanken hegte.
Henniger, Rolf, im Dienst getöteter Grenzsoldat
Hinter dem Baum hat sich Horst Körner versteckt, ein 21-jähriger Wachtmeister der Volkspolizei, der mit seiner geladenen Maschinenpistole auf der Flucht nach West-Berlin ist. Als er sich entdeckt sieht, eröffnet Horst Körner das Feuer auf das Armeefahrzeug. Durch die Frontscheibe nimmt er den Fahrer aus kurzer Entfernung mit Dauerfeuer unter Beschuss.