Chronik

Chronik 1989

Überblick

„Die Mauer ... wird in fünfzig und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", erklärt Erich Honecker noch Ende Januar 1989. Tatsächlich erscheint die DDR den meisten Zeitgenossen zu dieser Zeit stabil, obwohl das aufziehende wirtschaftliche Desaster am Zustand der Industrieanlagen, der Bausubstanz der Altstädte, der Straßen sowie der Luft- und Wasserverschmutzung erkennbar wird. Mehr
  • Januar 
  • Februar 
  • März 
  • April 
  • Mai

     
    • 1. Mai

      1989

      Internationaler Kampf- und Feiertag der Werktätigen: 1. Mai-Demonstration in Görlitz
      700.000 Menschen nehmen am 1. Mai 1989 an einem viereinhalbstündigen Aufmarsch für Frieden und Sozialismus in Ost-Berlin teil. In allen Bezirken der DDR finden ebenfalls große Mai-Demonstrationen statt.
    • 2. Mai

      1989

    • 6. Mai

      1989

      Die Zahl der DDR-Übersiedler hat in den Vortagen Rekordhöhe erreicht: am 4. Mai kamen im Aufnahmelager Gießen 345, am 5. Mai 250 Übersiedler an. Mehr
    • 7. Mai

      1989

      Unabhängige Bürgergruppen, die die Stimmenauszählung in den Wahllokalen überwachen, überführen die SED der Fälschung der Kommunalwahl-Ergebnisse:

      Sie können nachweisen, dass zwischen den von ihnen in den Wahllokalen mitgezählten und den später bekannt gegebenen Ergebnissen Differenzen bestehen. Fortan wird in Ost-Berlin und anderen Städten am 7. jeden Monats öffentlich gegen die Wahlfälschung demonstriert. Offizielles Ergebnis der DDR-Kommunalwahl vom 7. Mai 1989
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    • 8. Mai

      1989

      Das ZK der ungarischen Kommunisten enthebt den früheren Parteichef Janosz Kadar aller Ämter.
    • 9. Mai

      1989

      Gescheiterter Fluchtversuch am Grenzübergang Stolpe, 9. Mai 1989: Das Auto des 27-jährigen Flüchtlings erleidet beim Durchbrechen der Grenzanlagen einen Totalschaden
      Ein Citroen soll einem 27-jähriger Schlosser bei der Flucht in den Westen helfen. Mehr
    • 15. Mai

      1989

      Studentendemonstration für Demokratie und Menschenrechte auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking, Mai 1989
      In Peking findet das erste Gipfeltreffen der sowjetischen und chinesischen Führung seit dreißig Jahren statt. Mehr
    • 16. Mai

      1989

      Im internen Kreis von Wirtschaftsverantwortlichen des SED-Politbüros führt Planungschef Gerhard Schürer aus, dass die Westverschuldung der DDR gegenwärtig um über 500 Mio. DM im Monat zunehme. Er warnt davor, dass der DDR bei Fortsetzung dieser Entwicklung 1991 die Zahlungsunfähigkeit drohe.
    • 23. Mai

      1989

      Die Bundesversammlung wählt Richard von Weizäcker erneut zum Bundespräsidenten.
    • 24. Mai

      1989

      In Bonn wird der 40. Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes mit einem Staatsakt gefeiert.
    • 25. Mai

      1989

      Vom neu geschaffenen Kongress der Volksdeputierten wird Michail Gorbatschow, KPdSU-Generalsekretär und zugleich Vorsitzender des Präsidiums des Obersten Sowjet, ohne Gegenkandidaten zum Staatspräsidenten gewählt.
    • 25./26. Mai

      1989

      Auf einer Beratung der stellvertretenden Finanzminister des RGW schlägt der Vertreter der Sowjetunion vor, wie es in einer DDR-Niederschrift dieses Treffens heißt, „im Zeitraum 1991-1995 zu Verrechnungen überzugehen, die auf der Anwendung verschiedener Währungen beruhen. Dabei wird insbesondere auf die Verrechnung in konvertierbaren Devisen orientiert. Mehr
    • 29. Mai

      1989

      Ein Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der NATO in Brüssel verabschiedet ein „Gesamtkonzept für Rüstungskontrolle und Abrüstung".
    • 30./31. Mai

      1989

    • Mai 1989

      Im Mai gelingt 10642 Bürgern die Flucht in den Westen; 9115 Menschen dürfen die DDR mit Genehmigung verlassen.
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