Chronik

Überblick 1986

Sonderbriefmarke

1. Januar: In einer Fernsehansprache wendet sich US-Präsident Reagan an das sowjetische, Parteichef Gorbatschow an das amerikanische Volk. Beide bekräftigen den gemeinsamen Wunsch nach Abrüstung.

10. Januar: Erich Honecker empfängt Vertreter des US-Repräsentantenhauses und führt mit ihnen Gespräche über die weltpolitische Lage und die Beziehungen zwischen beiden Staaten.

Sonderdruck

15. Januar: Der sowjetische Parteichef Gorbatschow unterbreitet den Vorschlag eines Drei-Stufen-Planes zum Abbau aller Atomwaffen bis zum Jahr 2000 und stößt im Westen damit auf überwiegend positive Reaktionen.

17. Januar: In einem unbeobachteten Moment unterbricht ein 21-jähriger Fernmeldemonteur seine Arbeit am Grenzübergang „Checkpoint Charlie" und nutzt seine Chance, auf die andere Seite der Stadt zu fliehen.

Die „Leiter des Erfolgs“: Gelungene Flucht von Glienicke/Nordbahn nach Berlin-Reinickendorf, 20. Januar 1986

20. Januar: In der Nacht zum 20. Januar 1986 gelingt einem unbekannten Mann die Flucht in den West-Berliner Bezirk Reinickendorf. Die Grenzsoldaten nehmen den Flüchtling mit Leiter nicht wahr. Unbeobachtet kann er die Grenzsperren bewältigen.

11. Februar: Auf der Glienicker Brücke zwischen Potsdam und West-Berlin werden drei westliche gegen fünf östliche Agenten sowie der sowjetische Regimegegner Anatoli Schtscharanski ausgetauscht.

9.-22. Februar: DDR-Volkskammerpräsident Horst Sindermann ist auf Einladung der SPD-Bundestagsfraktion zu Gast in der Bundesrepublik.

Freilassung von Anatoli Schtscharanski im Austausch gegen Agenten auf der Glienicker Brücke am 11. Februar 1986.

25. Februar: Zwei Schlosser aus Magdeburg durchqueren in Gummianzügen der Armee sowie mit Taucherbrillen und Schnorchel westwärts die Elbe, die so kalt ist, dass im Fluss dicke Eisschollen treiben und kein Wachboot fahren kann. Die Flucht gelingt. Auf dem XXVII. KPdSU-Parteitag kündigt ihr Generalsekretär Michail Gorbatschow radikale Reformen an.

27. Februar: Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme wird nach einem Kinobesuch von einem Unbekannten auf offener Straße erschossen. Am Rande der Trauerfeierlichkeiten am 15. März treffen Bundeskanzler Helmut Kohl und SED-Chef Erich Honecker zusammen.

Freilassung von Anatoli Schtscharanski im Austausch gegen Agenten auf der Glienicker Brücke am 11. Februar 1986.

1. März: Der Telefonselbstwahlverkehr aus der Bundesrepublik in die DDR wird auf 1106 Ortsnetze erweitert.

3. März: Mitglieder kirchlicher Friedenskreise, unter ihnen der Ost-Berliner Pfarrer Rainer Eppelmann, veröffentlichen im "Spiegel" ein bereits im Januar verfasstes Schreiben mit Forderungen nach neuen Reiseregelungen, demokratischer Mitbestimmung, Schaffung eines zivilen Wehrersatzdienstes und der Abschaffung des politischen Strafrechts.

7. März: Sendebeginn von "DT 64", einem DDR-Jugendradiosender.

XI. SED-Parteitag 1986

3. April: Austausch von Kulturgütern zwischen der DDR und dem West-Berliner Senat.

17.-21. April: Der XI. SED-Parteitag steht im Zeichen der Kontinuität der SED-Hardliner, die sich den Reformen Gorbatschows verweigern. In einer Gastrede macht der sowjetische Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow weitere Vorschläge zur Abrüstung, die vor allem auf die Reduzierung konventioneller Waffen in Europa abzielen.

Tschernobyl 1986: Der zerstörte Atomreaktor

26. April: Im Block-4 des ukrainischen Atomkraftwerks Tschernobyl ereignet sich eine katastrophale Kernschmelze und Explosion. Große Mengen an Radioaktivität werden durch die Explosionen freigesetzt und in einer radioaktiven Wolke hunderte Kilometer weit getragen. Späteren Angaben zufolge soll die 40-50fache Menge an Radioaktivität ausgesetzt worden sein, als bei der Atombombenexplosion von Hiroshima 1945. In weiten Teilen Europas werden erhöhte Strahlungswerte festgestellt.

6. Mai: Nach langjährigen Verhandlungen wird ein Kulturabkommen zwischen beiden deutschen Staaten unterzeichnet. Darin wird der Austausch in den Bereichen Musik, Film, Bildende Kunst, Wissenschaft, Verlagswesen sowie auch in der Denkmalpflege und im Sport geregelt. In der Folge können einige bemerkenswerte Ausstellungen organisiert werden.

20. Mai: Das SED-Politbüro beschließt Vorschläge "für Maßnahmen zur ökonomischen Stärkung der DDR", denen als strategische Zielsetzung vorangestellt wird, "die Unangreifbarkeit der DDR gegenüber dem NSW zu gewährleisten und den Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber dem NSW" - mit anderen Worten: die Westverschuldung - "bis 1990 zu halbieren".

26. Mai: Die DDR teilt mit, dass fortan in Ost-Berlin akkreditierte westliche Diplomaten beim Übergang in den Westen ihre Diplomatenpässe vorzeigen müssten. Bisher hatten die Dienstausweise gereicht. Vertreter der drei Westmächte legen Protest ein und drohen mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, da sie darin einen Verstoß gegen das Viermächteabkommen sehen. Die DDR lenkt ein und nimmt die Maßnahmen im Juni zurück.

27. Mai: Die USA erklären, dass sie sich nicht länger an die Bestimmungen des SALT-II-Abkommens halten wollen, da die Sowjetunion nach wie vor aufrüste.

25. Juli: Nachdem Michail Gorbatschow neue Abrüstungsvorschläge vorgelegt hat, erklärt sich US-Präsident Ronald Reagan in einem Antwortschreiben an den sowjetischen Partei- und Staatschef bereit, das SDI-Programm, das die Stationierung von Waffen im Weltraum vorsieht, um fünf bis sieben Jahre aufzuschieben.

Ersttags-Briefkouvert

28. Juli: Michail Gorbatschow kündigt in einer Grundsatzrede zur Außenpolitik einen Teilabzug der sowjetischen Truppen aus Afghanistan an.

13. August: 25. Jahrestag des Mauerbaus.

25. August: „Fünf Minuten Angst": In einem LKW durchbricht Hans-Joachim Pfahl zusammen mit seiner Lebensgefährtin und dem wenige Monate alten Baby die Sperranlagen am Grenzübergang „Checkpoint Charlie".

Zollkontrollbereich mit hoher Geschwindigkeit passiert: Gelungene Flucht mit einem LKW am Grenzübergang „Checkpoint Charlie“, 29. August 1986

2. September: Der Alarmsignalzaun ist defekt, der Wachturm nicht besetzt, eine Leiter hilft zwei jungen Männern über die Hinterlandmauer am Grenzübergang Bornholmer Straße. Auf der Diplomatenspur passieren sie ungehindert den Kontrollbereich und erreichen West-Berlin.

Einstieg in das Kontrollterritorium mithilfe einer Leiter: Gelungene Flucht über den Grenzübergang Bornholmer Straße, 2. September 1986

15. September: Protestaktion von Greenpeace-Aktivisten vor dem DDR-Umweltministerium gegen die Salzeinleitung der Kalibergwerke in die Werra. Die Volkspolizei beendet die Aktion binnen Minuten, die Protestler werden nach West-Berlin abgeschoben.

18. September: Nach wiederholten Protesten der Bundesregierung verschärft die DDR ihre Transitbestimmungen, um den unkontrollierten Zustrom von Asylsuchenden via Berlin-Schönefeld in den Westen einzudämmen. Bundeskanzler Helmut Kohl hatte am 26. Juni in einem Interview das Vorgehen der DDR, vor allem tamilische Flüchtlinge als Asylbewerber über West-Berlin in die Bundesrepublik abzuschieben, scharf kritisiert. Das Außenministerium der DDR hatte daraufhin am 10. August erklärt, es sehe keinen Grund, Ausländern die Durchreise nach West-Berlin zu verweigern, die DDR sei schließlich ein Transitland. Die DDR reagiert schließlich dennoch und erlässt am 18. September verschärfte Einreisebestimmungen für Ausländer, wodurch die Zahl der über die DDR in die Bundesrepublik gelangenden Asylbewerber spürbar zurückgeht.

Grenzsoldat rutscht aus und verliert das Magazin seiner Maschinenpistole: Gelungene Flucht von drei Jugendlichen über den Teltowkanal nach Berlin-Zehlendorf, 24. September 1986

24. September: Viel Glück ist im Spiel, als drei Jugendliche kurz nach 2.00 Uhr nach West-Berlin gelangen. Einer der Grenzsoldaten rutscht aus, verliert seine Munition und damit auch Zeit bei der Suche im Dunkeln. Die Soldaten nehmen die Verfolgungsjagd schließlich zu spät auf: Von Teltow aus kommend überwinden die Flüchtlinge die Sperranlagen und durchschwimmen den Teltowkanal.

27. September: Bei dem Versuch, den Grenzübergang Chausseestraße Richtung West-Berlin mit einem „Lada" zu überwinden, prallen zwei Jugendliche mit voller Wucht auf ein Sperrelement. Am Auto entsteht Totalschaden, der 22- und der 24-Jährige werden verhaftet.

An der Betonsperre festgefahren: Gescheiterte Flucht mit einem PKW Marke „Lada“ über den Grenzübergang Chausseestraße, 27. September 1986

3. Oktober: Treffen von SED-Chef Erich Honecker und Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow in Moskau. Gorbatschow plädiert für eine Umgestaltung des RGW, dessen Apparat wesentlich verkleinert werden müsse. Es gebe dort, so Gorbatschow, "viele Nichtstuer. Viele Apparate des RGW seien die reinsten Friedhöfe für neue Ideen. Es seien Schutzgebiete für Nichtstuer und Verschleppungstaktiker. Damit könne man unsere Sache zugrunde richten." Mit scharfen Worten kritisiert Honecker die sowjetische Seite. Es gebe, so Honecker, "einige Entstellungen, die der SED Schwierigkeiten bereiten". Er spielt auf ein Interview des sowjetischen Schriftstellers Jewtuschenko im West-Fernsehen an. Darin hatte Jewtuschenko von einer einheitlichen deutschen Literatur gesprochen und zudem bemerkt, dass er für die Einheit Deutschlands sei. "Das Auftreten solcher Schriftsteller im von den USA finanzierten Fernsehen und Rundfunk in Berlin-West", so Honecker, "ist konterrevolutionär". Seine wütende Reaktion gipfelt in der Aufforderung, man solle "diese Leute in Sibirien auftreten lassen, aber nicht in Westberlin". Gorbatschow verwahrt sich nur verhalten und sehr diplomatisch gegen die Angriffe, jedoch zeichnet sich hier bereits das kühler werdende Verhältnis zwischen dem Reformer in Moskau und dem SED-Hardliner in Ost-Berlin ab.

Löcher im Kettennetz der Seilsperre am Grenzübergang Nedlitz: Gelungene Flucht eines 29-Jährigen durch den Jungfernsee in Potsdam nach West-Berlin, 8. Oktober 1986

8. Oktober: Löcher im Kettennetz der Seilsperre am Grenzübergang Nedlitz ermöglichen einem 29-Jährigen die Flucht durch den Jungfernsee nach West-Berlin: In einem Taucheranzug steigt er in das 14 Grad kalte Wasser des Jungfernsees, durchtaucht eine Öffnung der Unterwassersperre der Kontrollstelle Nedlitz, passiert nach ca. 1.600 Metern die Grenze auf der Havel und landet nach weiteren 500 Metern nördlich der Glienicker Brücke am rettenden West-Berliner Ufer an.

Grenzsignal- und Sperrzaun II mit erhöhtem Signalteil (1986)

10. Oktober: Der Ausbau der "vierten Generation" der Mauer ("Grenzmauer-75") ist im innerstädtischen Bereich von Berlin so gut wie abgeschlossen. Die DDR-Grenztruppen messen nun der Festnahme von Fluchtwilligen bereits im Hinterland eine immer größere Bedeutung zu. Gelingt die Festnahme bereits vor oder am hinteren Sperrelement, so kann der Vorfall auf westlicher Seite nicht mehr wahrgenommen werden. Der politischen und militärischen Führung der DDR bleibt dadurch die negative Publizität erspart, die Grenzzwischenfällen im Westen gewöhnlich zukommt. "Im Interesse der weiteren Stabilisierung der Grenzsicherung", heißt es deshalb in einer Ausarbeitung der DDR-Grenztruppen, sei "das hintere Sperrelement, den Grenzsignal- und Sperrzaun II, vorrangig zu errichten, und die Errichtung wie geplant bis 1988 abzuschließen. Bei Notwendigkeit ist auf den Neubau des vorderen Sperrelements zu verzichten." Auf dem Grenzsignal- und Sperrzaun II kann ein erhöhtes Signalteil angebracht werden, um ihn noch unüberwindbarer zu machen.

Treffen von Ronald Reagan und Michail Gorbatschow in Reykjavik, 12. Oktober 1986

11./12. Oktober: Ein Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Ronald Reagan und dem sowjetischen Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow in Reykjavik endet ohne Ergebnis, da sich beide Seiten nicht über das amerikanische Raketenabwehrsystem SDI einigen können.

15. Oktober: In einem Interview mit der amerikanischen Zeitschrift "Newsweek" vergleicht Helmut Kohl die rhetorischen Fähigkeiten des sowjetischen Partei- und Staatschefs Michail Gorbatschow mit denen des NS-Propagandaministers Joseph Goebbels, was das Verhältnis zwischen Bonn und Moskau erheblich belastet. Am 6. November distanziert sich Kohl vor dem Bundestag von seinen Äußerungen, ohne sich jedoch offiziell zu entschuldigen.

21. Oktober: Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz in Bonn unterbreiten Egon Bahr und SED-Politbüromitglied Hermann Axen Vorschläge zur Bildung einer atomwaffenfreien Zone in Mitteleuropa. Die Bundesregierung kritisiert dies als "höchst fragwürdige" Nebenaußenpolitik.

21.-26. Oktober: Erich Honecker reist zu einem offiziellen Freundschaftsbesuch nach China.

30. Oktober: Erstmals wird in einer Ausstellung in Ost-Berlin zeitgenössische Kunst aus der Bundesrepublik in der DDR präsentiert.

4. November: Beginn des dritten KSZE-Folgetreffens in Wien. In der bis zum 15. Januar 1989 laufenden Konferenzrunde wird ein Mandat für weitere Abrüstungsverhandlungen über die konventionellen Streitkräfte in Europa (in Nachfolge der MBFR-Verhandlungen) sowie über vertrauens- und sicherheitsbildende Maßnahmen, die am 24. März 1989 beginnen sollen, erteilt.

12. November: Die beiden deutschen Staaten einigen sich auf die Rückführung von Archivgut, das im Zweiten Weltkrieg ausgelagert wurde.

6. November: Zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt wird die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft vereinbart. Der Deutsche Bundestag debattiert über die nur knapp gescheiterten Abrüstungsgespräche beim sowjetisch-amerikanischen Gipfeltreffen in Reykjavik. Es kommt auch zur Aussprache über den umstrittenen Vergleich des Bundeskanzlers von Gorbatschow und Goebbels.

Einschussstelle einer aus 390 Meter Entfernung abgefeuerten Kalaschnikow-Kugel unmittelbar neben der Leiter: Gelungene Flucht mit einer Leiter von Berlin-Mitte nach Berlin-Wedding, 19. November 1986

19. November: In Sekundenschnelle hat ein Flüchtling die Distanz zwischen Signalzaun und Grenzmauer zurückgelegt und überklettert mithilfe einer Leiter die Mauer. Bevor ihn die Schüsse der DDR-Grenzsoldaten treffen können, gelangt er von Berlin-Mitte in den West-Berliner Bezirk Wedding.

20. November: Ein Offizier der DDR-Grenztruppen berichtet nach seiner Flucht in den Westen vom Alltag eines Grenzoffiziers und den Auswirkungen des Schießbefehls. In den zurückliegenden Monaten ist die Zahl von flüchtenden Angehörigen der Grenztruppen spürbar gestiegen.

21. November: Bei einem Fluchtversuch mit einem LKW werden der 22-jährige René Gross und der 38-jährige Manfred Mäder an der Berliner Sektorengrenze erschossen.

24. November: Durch mehrere Rückenschüsse wird der 27-jährige Michael Bittner bei einem Fluchtversuch an der Berliner Mauer getötet. Bis zum Ende der DDR gelingt es dem Ministerium für Staatssicherheit, den Mord an Michael Bittner zu vertuschen. Auf Veranlassung der Stasi werden Totenschein und Obduktionsbefund vernichtet. Das MfS sorgt auch dafür, dass bis heute kein Nachweis über die Bestattung Michael Bittners existiert. Im Jahr 1997 werden die beiden Todesschützen Olaf H. und Hartmut B. von einer Jugendkammer des Landgerichts Berlin wegen Totschlages zu einem Jahr und drei Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. 1990/1991 sprechen die WDR-Fernsehjournalisten Werner Filmer und Heribert Schwan mit Irmgard Bittner, der Mutter von Michael Bittner, und dokumentieren ihre Erinnerung an die Fluchtgeschichte ihres Sohnes.

Sonderbriefmarke zum 40. Jahrestag der DDR-Grenztruppen

November: Auf einer Tagung des Politisch-Beratenden Ausschusses der Warschauer Vertragsstaaten rückt KPdSU-Chef Michail Gorbatschow von der Breschnew-Doktrin der begrenzten Souveränität der Mitgliedsstaaten des Warschauer Paktes ab. Die "Selbstständigkeit jeder Partei, ihr Recht auf souveräne Entscheidung über die Entwicklungsprobleme ihres Landes, ihre Verantwortung gegenüber dem eigenen Volk" seien "unabdingbare Prinzipien. Niemand könne eine besondere Rolle in der sozialistischen Gemeinschaft beanspruchen", so Gorbatschow.

Ehrenmedaille zum 40. Jahrestag der DDR-Grenztruppen

1. Dezember: Die DDR-Grenztruppen begehen ihren 40. Jahrestag.

6. Dezember: In Saarbrücken wird eine Ausstellung über "Bücher in der DDR" mit mehr als 20.000 Titeln eröffnet.

16. Dezember: Der sowjetische Partei- und Staatschef Michail Gorbatschow teilt dem in einem Lager bei Gorki inhaftierten Dissidenten Andrej Sacharow persönlich mit, dass er entlassen wird.