Chronik

Chronik 1961

Überblick

In der Nacht vom 12. auf den 13. August gab Walter Ulbricht als SED-Parteiführer und Vorsitzender des Nationalen Verteidigungsrates der DDR den Befehl zur Abriegelung der Sektorengrenze in Berlin. Im Einverständnis mit der Sowjetunion, wenige Tage zuvor in Moskau eingeholt, und mit Rückendeckung der sowjetischen Truppen in der DDR wird das letzte „Schlupfloch" versperrt, durch das der Parteidiktatur noch zu entkommen ist: Am frühen Morgen des 13. August beginnen bewaffnete Grenzpolizisten mitten in Berlin das Straßenpflaster aufzureißen. Mehr
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    • 1. September

      1961

      In der Nacht zum 1. September verbirgt sich ein 17-jähriger im Norden Berlins viele Stunden im Schilf der Havel, bevor er die Flucht nach West-Berlin wagt. Obwohl ihn die Grenzposten entdecken und bis auf West-Berliner Gebiet verfolgen, gelangt er unversehrt in den Westteil der Stadt. In einem RIAS-Interview berichtet er über den Druck auf junge Männer, in die Armee einzutreten, und über Maßnahmen gegen den Empfang des West-Fernsehens.
    • 1. September

      1961

      In Ost-Berlin wird der sowjetische Kosmonaut German Titow von SED-Chef Walter Ulbricht mit dem Karl-Marx-Orden ausgezeichnet. Auf einer Massenkundgebung wird sein Raumflug als erneuter Beweis der Überlegenheit der Sowjetunion und des Sozialismus in der Welt gefeiert.
    • 1. September

      1961

      Während die DDR-Medien noch die sowjetische Ankündigung über die Wiederaufnahme der Atomwaffentests verbreiten, zündet die Sowjetunion bereits oberirdisch eine Wasserstoffbombe. Die Vereinigten Staaten reagieren mit der Wiederaufnahme von unterirdischen Atomtests.
    • 4. September

      1961

      Berliner am Stacheldraht, September 1961
      Einem Bericht der DDR-Volkspolizei zufolge sind in den ersten drei Wochen nach der Grenzabriegelung 6.041 Menschen wegen kritischer Äußerungen gegen den Mauerbau verhaftet worden.
    • 4. September

      1961

      FDJ-Gruppe bei der „Diskussion“ über einen Aufruf gegen das Westfernsehen und das Hören von „NATO-Rundfunksendern“; Aufnahme 26. September 1961
      Die FDJ ruft mit einer Aktion "Blitz kontra NATO-Sender" („Aktion Ochsenkopf") zum Kampf gegen den Empfang des West-Fernsehens auf: „Seid ihr startklar zur großen Blitzaktion gegen Ochsenköpfe und geistiges Grenzgängertum?" Die Drehrichtung der Radio- und Fernsehantennen auf den Dächern lasse erkennen, wo „geistige Grenzgänger" wohnten. Vielen, die in den folgenden Wochen nicht freiwillig auf Westfernsehen verzichten, wird die Antenne abgesägt oder gewaltsam in „Richtung Sozialismus und Frieden" gedreht.
    • 5. September

      1961

      KPdSU-Chef Nikita Chruschtschow übermittelt US-Präsident Kennedy auf informellem Weg sein Interesse, die Berlin-Krise beizulegen.
    • 9. September

      1961

      Tränengas gegen West-Berliner, die die Arbeiten zur Erhöhung der Mauer beobachten, 17. September 1961.
      Viele West-Berliner Betriebe sind durch den Ausfall von rund 60.000 Beschäftigten aus Ost-Berlin und dem Berliner Umland, den sogenannten Grenzgängern, in eine schwierige wirtschaftliche Lage geraten. 1.700 West-Berliner verlassen zudem pro Woche die geteilte Stadt, weil sie weitere Schikanen der DDR und der Sowjetunion befürchten. Mehr
    • 12. September

      1961

      Die Volkspolizei-Inspektion Berlin-Mitte würdigt in einem Auswertungsbericht über ihren Einsatz am 13. August 1961 ausdrücklich die Unterstützung des Mauerbaus durch DDR-Schriftsteller und -Künstler: Mehr
    • 12. September

      1961

      Der FDGB-Bundesvorstand propagiert das sogenannte Produktionsaufgebot: Alle „Werktätigen" sollen sich verpflichten, „in der gleichen Zeit für das gleiche Geld mehr zu produzieren". „Die Gewerkschaften übernehmen die Führung des Produktionsaufgebotes“, Tribüne, 12. September 1961
    • 13. September

      1961

      US-Präsident Kennedy gibt bekannt, dass der amerikanische Außenminister Dean Rusk im Rahmen der Ende September in New York stattfindenden 16. Tagung der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit dem sowjetischen Außenminister Andrej Gromyko über Deutschland, Berlin und andere Probleme sprechen wird.
    • 13. September

      1961

      Führende britische Politiker und Intellektuelle bekunden der Bevölkerung von West-Berlin aus „leidenschaftlicher Sorge um die Zukunft der Freiheit in Berlin", „daß wir ihre Bürgerrechte und demokratischen Einrichtungen unterstützen, ebenso wie ihr Bestreben, nicht das Opfer einer aggressiven Machtpolitik und freiheitsfeindlicher Neuordnungsversuche zu werden". Solidaritäts-Erklärung von 95 britischen Politikern, Schriftstellern, Publizisten und Wissenschaftlern mit der West-Berliner Bevölkerung, September 1961
    • 13. September

      1961

      Gescheiterte Flucht in Treptow, 13. September 1961: Die West-Berliner Feuerwehr steht mit einem Sprungtuch bereicht, aber die Ost-Berliner Grenzsoldaten verhindern den Fluchtversuch in der Harzer Straße 117
      Gegen 14.00 Uhr wagen zwei Frauen den Versuch, aus einer Wohnung des Hauses Harzer Straße 117 zu fliehen. Das Fluchtvorhaben scheitert, als Ost-Berliner Grenzpolizisten Wasserwerfer und Tränengas einsetzen. Gescheiterte Sprungtuch-Flucht in Treptow, 13. September 1961
    • 14. September

      1961

      Zwei Jagdbomber der Bundeswehr geraten im Rahmen eines Übungsfluges in den Luftraum der DDR. Die Maschinen landen auf dem West-Berliner Flughafen Tegel. Als Grund werden menschliches und technisches Versagen angegeben. Der Vorfall verschärft die ohnehin angespannte Lage.
    • 14. September

      1961

      Der Oberkommandierende der Streitkräfte der sowjetischen Truppen in der DDR, Marschall Konjew, unterbreitet dem Minister für Nationale Verteidigung, Armeegeneral Hoffmann, Vorschläge zur Verstärkung der Grenzsicherung an der innerdeutschen Grenze. Zu den Vorschlägen gehören auch Pläne zur Verminung der Grenze. Der Befehl 85/61 des Verteidigungsministers vom 19. Oktober 1961 setzt die vorgeschlagenen Maßnahmen Konjews dann konkret um. Schreiben des Oberkommandierenden der Gruppe der sowjetischen Truppen in Deutschland, Marschall Konew, an den Minister für Nationale Verteidigung der DDR, Armeegeneral Hoffmann, 14. September 1961
    • 15. September

      1961

      Die bisher dem DDR-Innenministerium unterstellten, etwa 40.000 Mann starken Einheiten der Deutschen Grenzpolizei werden als „Grenztruppen der DDR" in das DDR-Verteidigungsministerium eingegliedert. Damit sind die Grenztruppen de facto eine Teilstreitkraft der Nationalen Volksarmee (NVA). Mehr
    • 16. September

      1961

      SED-Chef Walter Ulbricht erstattet Nikita Chruschtschow Bericht über den Mauerbau: „Die Durchführung des Beschlusses über die Schließung der Grenze um Westberlin ist planmäßig erfolgt. Jetzt wird an der weiteren Befestigung der Grenze gebaut. Die Taktik, schrittweise die Maßnahmen durchzuführen hat es dem Gegner erschwert, sich über das Ausmaß unserer Maßnahmen zu orientieren." Mehr
    • 17. September

      1961

      Wahlkampfveranstaltung mit Bundeskanzler Konrad Adenauer, September 1961


      Die CDU verfehlt bei der Wahl zum 4. Deutschen Bundestag mit 45,3 Prozent die absolute Mehrheit. Die SPD verbessert sich um 4,4 Prozentpunkte auf 36,2 Prozent.Wahlsieger ist die FDP, die ihren Stimmenanteil von 5,1 Prozent auf 12,8 Prozent erhöht. CDU, CSU und FDP gehen nach mehrwöchigen, langwierigen Verhandlungen eine Regierungskoalition ein.
      Mehr
    • 19. September

      1961

      In der DDR findet die seit Wochen mit großem Propaganda-Aufwand als „Friedenswahl" vorbereitete Kommunalwahl statt. Die „Kandidaten der Nationalen Front" werden mit 99,96 Prozent gewählt.
    • 19. September

      1961

      Der Sonderbotschafter von US-Präsident Kennedy, General Lucius D. Clay, landet am späten Nachmittag auf dem West-Berliner Flughafen Tempelhof. Hunderttausend West-Berliner bejubeln seine Ankunft. Die US-Diplomaten und -Militärs hingegen betrachten seine Mission eher skeptisch, da sein Status quer zu den Regeln der diplomatischen und militärischen Hierarchien liegt.
    • 20. September

      1961

      Bernauer Straße: Nach dem Vermauern der Fenster folgt die Zwangsräumung; Aufnahme September 1961
      Seit dem 13. August 1961 haben die DDR-Behörden 216 gewaltsame Grenzdurchbrüche mit insgesamt 417 Personen registriert. Mehr
    • 20. September

      1961

      Entlang der Berliner Sektorengrenze werden Häuser zwangsgeräumt, die in unmittelbarer Nähe der Grenze liegen und gute Fluchtmöglichkeiten bieten. So werden an diesem Tag allein in der Harzer Straße zwischen den Berliner Stadtbezirken Treptow und Neukölln zwanzig Mietshäuser mit rund 250 Familien zwangsweise geräumt.
    • 20. September

      1961

      Die DDR-Volkskammer verabschiedet ein „Gesetz zur Verteidigung der DDR" (Verteidigungsgesetz). Damit sichert sich die SED-Führung nahezu uneingeschränkte Notstandsrechte: Mehr
    • 22. September

      1961

      Der Leipziger Philosoph Ernst Bloch, der sich schon vor dem Mauerbau in der Bundesrepublik aufhielt, kündigt an, in der Bundesrepublik bleiben zu wollen: „Nach den Ereignissen vom 13. August, die erwarten lassen, daß für selbständig Denkende überhaupt kein Lebens- und Wirkungsraum mehr bleibt, bin ich nicht mehr gewillt, meine Arbeit und mich selber unwürdigen Verhältnissen und der Bedrohung, die sie allein aufrechterhalten, auszusetzen. Mit meinen 76 Jahren habe ich mich entschieden, nicht nach Leipzig zurückzukehren." Brief von Ernst Bloch an den Präsidenten der Deutschen Akademie der Wissenschaften [der DDR], 22. September 1961
    • 25. September

      1961

    • 26. September

      1961

      In seiner Rede vor den Vereinten Nationen lobt der sowjetische Außenminister Gromyko die DDR und verdammt die Bundesrepublik. Die Geschichte der DDR sei „eine Geschichte des Kampfes um den Sieg der Ideen der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen den Staaten". Mehr
    • 28. September

      1961

      Ost-Berliner Kind hinter dem Stacheldraht; Aufnahme September 1961
      In der Weddinger Bezirksverordneten- versammlung verliest Bürgermeister Matthes den an eine Klassenkameradin gerichteten Brief einer Ost-Berliner Schülerin, die bis zum 13. August 1961 eine West-Berliner Schule besucht hatte. Die Schülerin fordert ihre Klassenkameraden auf, die durch den Mauerbau entstandene Situation nicht einfach hinzunehmen.
    • 28. September

      1961

      Grenzpolizist an der Berliner Sektorengrenze nachdem er Zigaretten und Schokolade, die ihm West-Berliner zugeworfen haben, zertreten hat, 24. September 1961.
      Mehrere hundert Grenzpolizisten und Pioniere ebnen auf einem Laubengelände an der Berliner Sektorengrenze im Bezirk Johannisthal einen Streifen von 100 Meter Breite ein. Auch die winterfesten Lauben müssen dem Todesstreifen weichen und werden dem Erdboden gleich gemacht.
    • 29. September

      1961

      Wie an den Sektorengrenzen von West-Berlin werden auch an der innerdeutschen Grenze seit Tagen Häuser geräumt, um den Todesstreifen zu verbreitern. Die eigentliche Großaktion steht Tausenden von DDR-Bewohnern an der Grenze zur Bundesrepublik aber noch bevor; sie wird am 3. Oktober 1961 stattfinden. RIAS berichtet vom Abbruch der Häuser des Ortes Rottenbach der thüringischen Gemeinde Judenbach und spricht mit Augenzeugen.
    • Eine Ost-Berlinerin flüchtet mit Hilfe von Verwandten in den Westen, Berlin-Neukölln, 22. September 1961.

      September 1961

      Im ersten Monat nach dem Mauerbau werden in West-Berlin und in der Bundesrepublik 14.821 Flüchtlinge aus der DDR registriert (August 1961: 47.433 Flüchtlinge). Mehr
    • Pressestimmen Ost im September

      „An der Mauer hat ein ganzes Volk gebaut", schreibt Bernt F. Kügelken im Ost-Berliner „Sonntag" vom 17.9.1961. "Entlang der Bernauer Straße – um ein Beispiel zu nennen – ist sie das gemeinsame Werk von Historikern, Philologen, Ökonomen und Medizinern aus der Akademie der Wissenschaften, von Filmleuten der DEFA und Steinsetzern eines volkseigenen Straßenbaubetriebes, von Journalisten und Exportkaufleuten. Sie lernten als Mitglieder der Kampfgruppen in einer Art Blitzkursus mit Stein und Kalk umzugehen und schichteten die Quader aufeinander. Auch die Redakteure des ‚Sonntag’ bauten dort an dieser Mauer."

      „Worin besteht die humanistische Aufgabe und Forderung der Gegenwart?", fragt Kurt Hager, für Wissenschaft, Volksbildung und Kultur zuständiger ZK-Sekretär und Kandidat des SED-Politbüros, im Organ der SED-Bezirksleitung Berlin, der „Berliner Zeitung", am 17. September 1961 und fährt fort: „Heinrich Mann schrieb einmal: ‚Humanisten taugen erst dann etwas, wenn sie, anstatt nur zu reden, auch zuschlagen.’ Am 13. August handelte die Arbeiter-und-Bauern-Macht nach diesem Rat des großen Humanisten und machte einen dicken Strich durch die Rechnung der westdeutschen Kriegsbrandstifter. Der 13. August war ein reinigendes Gewitter. Er machte ein für allemal klar (...), daß keinerlei Möglichkeit besteht, weder heute noch morgen, noch in Zukunft in der DDR die Herrschaft des Kapitalismus wieder aufzurichten. Der Sozialismus ist stärker und unerschütterlich. Der 13. August zeigte, daß es ein neues Kräfteverhältnis in Deutschland gibt. (...) Natürlich erfordern die Maßnahmen, die zur Sicherung des Friedens getroffen wurden und werden, auch von der Intelligenz eine reale Einschätzung der Lage und ein Verständnis für die neue Situation. Sie erfordern die Überprüfung vieler Auffassungen, die sich als irreal erwiesen haben. Sie erfordern von manchem Wanderer zwischen zwei Welten oder Zaungast der Geschichte eine Umorientierung auf die ehrliche Mitarbeit am Aufbau des Sozialismus."

      Der DDR-Schriftsteller Stefan Heym begrüßt in der Ost-Berliner „Wochenpost" vom 23. September 1961 unter der Überschrift „Verantwortung" die Wiederaufnahme der sowjetischen Atomwaffentests: „Die große Hoffnung der Menschheit, zu überleben – man soll das einmal offen sagen – liegt darin, daß die B-52-Bomber der US-Air-Force in die militärische Mülltonne gehören, daß ihre Raketen zu neunzig Prozent abschießbar sind und das die Amerikaner in den wichtigsten Sparten moderner Waffentechnik hinterherhinken. Wenn sie sich als an den Genfer Verhandlungstisch setzen, so in dem Gedanken, die Zeit des Hin- und Herredens zu nutzen, um die Raketenlücke zu schließen und mit Projekten wie der Neutronenbombe voranzukommen, die allerdings die Erfüllung der Wunschträume aller imperialistischen Strategen wäre, von den Stabschefs im Pentagon bis herab zu Herrn Franz Josef Strauß. (...) Die sowjetischen Tests, von Chruschtschow angekündigt, dienen dazu, solche Wunschträume zerflattern zu lassen. Sie erinnern Träumer dieser Art daran, daß es ihre Fabriken, ihre Maschinen, ihre schönen Villen sein würden, die der Vernichtung anheimfallen, und daß kein Bunker, keine Höhle, kein Tunnel tief genug wäre, ihre werte Person zu schützen. (...) Aber, so könnte einer einwenden, warum dieser Zeitpunkt! Konnte man nicht warten, bis die Amerikaner wieder mit den Tests begannen? Ihnen den schwarzen Peter zuschieben? Es ist anzunehmen, daß man sich auch in Moskau über den Zeitpunkt Gedanken gemacht hat. Vielleicht sehen wir die Dinge richtiger, wenn wir voraussetzen, daß es sich hier nicht um „schwarze Peter" handelt, und wenn wir die Erklärung der sowjetischen Regierung über die Wiederaufnahme von Kernwaffenversuchen betrachten im Zusammenhang mit der Mauer quer durch Berlin und mit den siebzehn Erdumkreisungen des Majors Titow. Dann wird die Botschaft klar: Bis hierher und nicht weiter." weniger anzeigen
    • Pressestimmen West im September

      In der „New York Herald Tribune" vom 19. September 1961 fordert der amerikanische Kolumnist Walter Lippmann angesichts der physischen Teilung Deutschlands, die durch den Mauerbau – den die gesamte NATO-Allianz hingenommen habe – zur vollständigen Tatsache geworden sei, „neue Entscheidungen". Die Tatsache der Teilung, die der Westen bisher nicht zugegeben habe, sei anzuerkennen. „Die Entscheidung, der sich die Westdeutschen gegenübersehen, ist, ob sie sich völlig und mit ganzem Herzen zum Westen bekennen – zur NATO, zum Gemeinsamen Markt, zu den Vereinten Nationen und zu dem Gewebe politischer und kultureller Verbindungen, die die westliche Gesellschaft ausmachen. Oder ob sie beim Westen bleiben, aber mit geistigen Vorbehalten wie beispielsweise dem, die Wiedervereinigung von den Sowjets erhandeln zu wollen. Ich meine nicht, daß die Deutschen auf die Wiedervereinigung verzichten können oder sollen. Aber sie werden lange darauf warten müssen, und es wird vieles geschehen müssen, um sie endlich möglich zu machen." Mehr
    • September 1961

      „Die Grenzsperren im SBS und in der SBZ wurden durch Errichten von Sperrmauern und Stacheldrahtzäunen sowie Ausheben von Gräben weiter verstärkt. Außerdem wurden in den Bezirken Treptow (Neukölln) und Mitte (Wedding) Türen und Fenster – in einigen Fällen bis zum 4. Stockwerk – von unmittelbar an der Sektorgrenze liegenden Häusern zugemauert.“, so die West-Berliner Polizei in ihrem Tätigkeitsbericht für den Monat September. Tätigkeitsbericht der West-Berliner Schutzpolizei für den Monat September 1961
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