Chronik

Chronik 1980

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    • 18. April

      1980

      In Moskau erfahren Vertreter der DDR-Staatssicherheit vom KGB, dass die differenzierte Politik der westlichen Staaten gegenüber den sozialistischen Ländern, vor allen Dingen auf ökonomischem Gebiet, zum Inhalt habe, „eine Abhängigkeit zu schaffen und das sozialistische Lager zu spalten".

      Auch in der DDR gäbe es Vertreter, „die durch verstärkte Kreditnahme und Kooperationsgeschäfte mit westlichen Konzernen bewusst oder unbewusst starke Abhängigkeiten von den imperialistischen Staaten schaffen." KPdSU-Generalsekretär Breschnew hatte Erich Honecker schon während des Krimtreffens 1979 darauf aufmerksam gemacht. Unmittelbarer Anlass der neuerlichen Warnung ist offensichtlich der Besuch von ZK-Wirtschaftssekretär Günter Mittag in der Bundesrepublik (14.-18. April), der der Fortsetzung der deutsch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen galt. weniger anzeigen
    • 22. April

      1980

      ZK-Wirtschaftssekretär Günter Mittag in der Bundesrepublik mit Politikern und Industriellen der Firma Hoechst (v. l. n. r.) Willi Hoerkens, Ewald Moldt, Gerhard Beil, Günter Mittag und Rolf Sammet; Aufnahme April 1980
      Im Anschluss an eine Sitzung des SED-Politbüros, in der ZK-Wirtschaftssekretär Günter Mittag über einen Besuch bei Bundeskanzler Helmut Schmidt informiert, verfassen die SED-Politbüromitglieder Stoph und Krolikowski ein Dossier, in dem sie den ZK-Wirtschaftssekretär eines konspirativen „Kontaktes mit dem Feind" bezichtigen, „woraus Schlussfolgerungen für die Gewährleistung der Sicherheit in der DDR-Führung gezogen werden" müssten. Mehr
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