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Chronik 1989

Überblick

„Die Mauer ... wird in fünfzig und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", erklärt Erich Honecker noch Ende Januar 1989. Tatsächlich erscheint die DDR den meisten Zeitgenossen zu dieser Zeit stabil, obwohl das aufziehende wirtschaftliche Desaster am Zustand der Industrieanlagen, der Bausubstanz der Altstädte, der Straßen sowie der Luft- und Wasserverschmutzung erkennbar wird. Mehr
  • Januar 
  • Februar 
  • März

     
    • 1989

      1. März

      Der innerdeutsche Handel erreichte 1988 einen Umsatz von 14,3 Milliarden Verrechnungseinheiten und ist damit nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums im dritten Jahr hintereinander zurückgegangen.
    • 1989

      3. März

      Miklos Nemeth, Aufnahme 2004
      Der im November 1988 als Reformer neu ins Amt gekommene ungarische Ministerpräsident Miklós Németh stattet Michail Gorbatschow in Moskau einen Antrittsbesuch ab. Mehr
    • 1989

      8. März

      Winfried Freudenberg: geboren am 29. August 1956, tödlich verunglückt am 8. März 1989 beim Absturz mit einem Ballon in Berlin-Zehlendorf nach einem Flug über die Sektorengrenze zwischen Berlin-Pankow und Berlin-Reinickendorf (Aufnahmedatum unbekannt)
      Bei einem Versuch, mit einem selbstgebastelten Heißluftballon aus der DDR zu flüchten, stürzt der 32-jährige Winfried Freudenberg über West-Berlin ab und kommt dabei zu Tode.


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      Winfried Freudenberg, geboren am 29. August 1956, bei einem Fluchtversuch über die Berliner Mauer am 8. März 1989 mit einem Ballon abgestürzt und tödlich verunglückt
    • 1989

      9. März

      Nationalitätenunruhen in der moldavischen Sowjetrepublik
    • 1989

      10. März

      Mit dem LKW im zweiten Grenzsperrzaun steckengeblieben, die Leiter zurückgelassen: Gescheiterte Flucht dreier junger Männer mit einem LKW in Staaken, 10. März 1989
      Erneut Schüsse an der Berliner Mauer: Drei DDR-Bürger werden bei einem Fluchtversuch durch Schüsse gestoppt und verhaftet. Mehr
    • 1989

      12. März

      Die hessischen Kommunalwahlen führen zu schweren Stimmenverlusten der CDU und leichten Gewinnen von SPD, Grünen und NPD. Aus der CDU dringen Diskussionen über eine Trennung der Ämter von Regierungschef und Parteivorsitz nach außen. Bundeskanzler Helmut Kohl reagiert am 13. April mit einer Kabinettsumbildung.
    • 1989

      13. März

      Mehrere hundert Menschen demonstrieren während der Leipziger Frühjahrsmesse im Anschluss an ein Friedensgebet in der Leipziger Nikolaikirche mit den Rufen „Wir wollen raus! Wir wollen raus!" für ihre Ausreise in den Westen. Volkspolizei schreitet ein; es kommt zu Verhaftungen.
    • 1989

      16. März

      Eine rot-grüne Koalition löst in West-Berlin den CDU-geführten Senat unter Eberhard Diepgen ab; Walter Momper wird Regierender Bürgermeister von Berlin.

      Bei der Wahl am 29. Januar 1989 hatten CDU und FDP unerwartet große Verluste hinnehmen müssen, während SPD und Alternative Liste Stimmengewinne verzeichneten und die rechtsradikalen „Republikaner" aus dem Stand Sitze im Abgeordnetenhaus erringen konnten: CDU 37,8 Prozent (1985: 46,4), SPD 37,3 (32,4), AL 11,8 (10,6), Republikaner 7,5 (-), FDP 3,9 (8,5). Als mit ausschlaggebend für das schwache Abschneiden der CDU und den Erfolg der „Republikaner" wertet Bundeskanzler Helmut Kohl die Angst vor der wachsenden Zahl von Aussiedlern und Asylbewerbern. Weniger anzeigen
    • 1989

      26. März

      Dem Bundesnachrichtendienst (BND) liegen der „Welt am Sonntag" zufolge Informationen vor, denen zufolge die DDR-Führung davon ausgeht, dass bis zu 1,5 Millionen DDR-Bürger in die Bundesrepublik übersiedeln wollen. Mehr
    • März 1989

      Im März gelingt 5671 Bürgern die Flucht in den Westen; 4487 Menschen dürfen die DDR mit Genehmigung verlassen.
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