Chronik

Chronik 1989

Überblick

„Die Mauer ... wird in fünfzig und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", erklärt Erich Honecker noch Ende Januar 1989. Tatsächlich erscheint die DDR den meisten Zeitgenossen zu dieser Zeit stabil, obwohl das aufziehende wirtschaftliche Desaster am Zustand der Industrieanlagen, der Bausubstanz der Altstädte, der Straßen sowie der Luft- und Wasserverschmutzung erkennbar wird. Mehr
  • Januar 
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  • Juni

     
    • 4. Juni

      1989

      Die chinesische Armee schlägt die Demokratiebewegung in Peking auf dem Platz des Himmlischen Friedens blutig nieder und richtet dabei ein Massaker an: die Zahl der Toten wird mit mehreren Tausend angegeben.
    • 4. Juni

      1989

      Bei den Wahlen zum Sejm, dem polnischen Parlament, und dem Senat, an denen sich die „Solidarnosc" beteiligen darf, erleiden die Kommunisten eine schwere Niederlage. Mehr
    • 4. Juni

      1989

      In der Sowjetrepublik Usbekistan kommt es zu Auseinandersetzungen zwischen Usbeken und der schiitischen Minderheit der Meschtscheren, die gewalttätig aufgelöst werden.
    • 8. Juni

      1989

      Die DDR-Volkskammer wertet das Massaker auf dem Pekinger „Platz des himmlischen Friedens" am 4. Juni als „Niederschlagung einer Konterrevolution". Erklärung der DDR-Volkskammer zu den aktuellen Ereignissen in der Volksrepublik China, 8. Juni 1989
    • 12. Juni

      1989

      Der Beitritt Ungarns zur Genfer Flüchtlingskonvention wird rechtswirksam. Danach ist es untersagt, Flüchtlinge in den Staat zurückzuschicken, aus dem sie geflohen sind. Mehr
    • 12.-15. Juni

      1989

      Während eines Staatsbesuches in der Bundesrepublik schlägt Michail Gorbatschow bei seinen öffentlichen Auftritten Sympathie und Begeisterung der Bevölkerung entgegen („Gorbimanie").

      Es finden intensive Gespräche zwischen dem KPdSU-Generalsekretär und dem Bundeskanzler statt, die eine Vertrauensbeziehung beider Politiker begründen. Michail Gorbatschow und Helmut Kohl unterzeichnen eine „Gemeinsame Erklärung", in der beide Seiten das Recht eines jeden Staates, „das eigene politische und soziale System frei zu wählen" und die „Achtung des Selbstbestimmungsrechtes aller Völker" als unumstößliche Prinzipien ihrer Politik anerkennen.
      Gemeinsame deutsch-sowjetische Erklärung, 13. Juni 1989
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    • 13. Juni

      1989

      In Ungarn beginnen zwischen der Regierungspartei (USAP) und der politischen Opposition Verhandlungen am Runden Tisch über die Abhaltung von freien Wahlen.
    • 20. Juni

      1989

      Blutige Unruhen in der Sowjetrepublik Kasachstan.
    • 22./23. Juni

      1989

      In Ost-Berlin tritt das 8. Plenum des SED-Zentralkomitees zusammen. Es wird Kritik am Auftreten Gorbatschows in der Bundesrepublik geäußert, insbesondere wegen seiner Nichtreaktion auf angebliche „Ausfälle" von Bundeskanzler Kohl gegen die DDR; die entsprechenden Passagen werden nicht veröffentlicht. Mehr
    • 29. Juni

      1989

      Gescheiterte Flucht eines 27-jährigen Elektrikers mit einem PKW Marke „Skoda“ am Grenzübergang Mahlow zu Berlin-Lichtenrade, 29. Juni 1989
      Mit einem Skoda durchbricht ein 27-jähriger Elektriker drei Schlagbäume am Grenzübergang Mahlow. Als ein Sperrschlagbaum den Frontbereich des Wagens zertrümmert, ist das Fluchtvorhaben beendet. Mehr
    • Juni 1989

      Im Juni gelingt 12428 Bürgern die Flucht in den Westen; 10646 Menschen dürfen die DDR mit Genehmigung verlassen.
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