Termine

13. August 1961 | Der Mauerbau
Seit dem frühen Morgen wird mitten in Berlin das Straßenpflaster aufgerissen, werden Asphaltstücke und Pflastersteine zu Barrikaden aufgeschichtet, Betonpfähle eingerammt und Stacheldrahtverhaue gezogen. Fassungslos stehen sich die West-Berliner auf der einen, die Ost-Berliner auf der anderen Seite gegenüber.
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22. August 1961 | Das erste Todesopfer
Nachdem sie einen Teil ihrer persönlichen Habe auf die Straße geworfen hat, springt die 58jährige Ida Siekmann gegen 7.00 Uhr aus einem Fenster ihrer Wohung in der Bernauer Straße. Sie verunglückt dabei tödlich.
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2. Mai 1989 | Die Mauer bekommt Risse
Am 2. Mai 1989 bauen ungarische Grenzsoldaten den Stacheldrahtzaun zu Österreich ab. Das DDR-Regime geht davon aus, dass es sich lediglich um "grenzkosmetische Maßnahmen" handelt.
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30. September 1989 | Ausreise im Sonderzug
"Wir wollen raus!" Ende September besetzen über 10.000 DDR-Bürger die Botschaft der Bundesrepublik in Prag, um ihre Ausreise zu erzwingen. Am 30. September gibt Honecker nach und lässt die Flüchtlinge ziehen.
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9. November 1989 | Der Mauerfall
Es ist kurz vor Mitternacht. Tausende strömen über die Grenzübergänge in Berlin von Ost nach West. Die friedliche Revolution hat ihren Höhepunkt erreicht: Nach 28 Jahren fällt die Mauer.
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Februar 1990

Deutschland einig Vaterland

Zurück von seinem Moskau-Besuch, gibt Hans Modrow in Ost-Berlin eine Pressekonferenz, auf der er unter der Überschrift "Deutschland, einig Vaterland" überraschend einen Vierstufenplan für die deutsche Einheit vorstellt. Als Reaktion auf Modrow unterbreitet Finanzminister Theo Waigel am 2. Februar den Vorschlag, die D-Mark als offizielles Zahlungsmittel direkt in der DDR einzuführen.
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9. November 1989

Der Mauerfall

Günter Schabowski gibt die neue Reiseregelung bekannt. Auf die Nachfrage eines Journalisten, wann die Regelung in Kraft treten soll, antwortet Schabowski: "Ab sofort, unverzüglich!" Es überschlagen sich die Eilmeldungen der Nachrichtenagenturen. Die Tagesthemen melden: "Die Tore der Mauer stehen weit offen." Danach setzt ein Massenansturm auf die Grenzübergänge ein. Der Druck wird zu groß, die Grenzwächter fürchten um ihr Leben. Bis Mitternacht wird so die Öffnung aller Berliner Übergänge erzwungen.
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Forschungsprojekt

Todesopfer an der Berliner Mauer

Mindestens 136 Menschen wurden zwischen 1961 und 1989 an der Berliner Mauer getötet oder kamen in unmittelbarem Zusammenhang mit dem DDR-Grenzregime ums Leben. Dies ist der aktuelle Stand des gemeinsamen Projekts der Gedenkstätte Berliner Mauer und des Zentrums für Zeithistorische Forschung Potsdam. In diesem Zuge sind Portraits zu den 136 Todesopfern entstanden, die hier nachzulesen sind.
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Hintergrund

Der Schießbefehl

In den Strafverfahren um die Toten an der Grenze bestritten die Mit­glieder der ehemaligen politischen und militärischen Führung der DDR vehement, daß es je­mals einen Schießbefehl gegeben habe. Streng juristisch betrachtet haben sie recht, denn die Gesetze, Anordnungen und Befehle zum Schußwaffengebrauch begründeten lediglich, so auch die Strafgerichte, einen "Erlaubnistatbestand", nicht jedoch die Verpflichtung zum To­desschuß.
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Das Buch zur Webseite

Die Berliner Mauer / The Berlin Wall

Auf 184 Seiten beantwortet Hans-Hermann Hertle die wichtigsten Fragen zur Berliner Mauer: Wo stand die Berliner Mauer? Warum wurde sie gebaut? Wie gelang es immer wieder, sie zu überwinden, wie viele Menschen kamen an der Mauer zu Tode? Das Buch kann bei der Bundeszentrale für politische Bildung bestellt werden.
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November 1989

Der Mauerfall in Bild und Ton

Allein 70 historische Videos der entscheidenden Tage im November 1989: Vom Tagesschau-Bericht über die Pressekonferenz zur neuen Reiseregelung bis hin zu Einschätzungen und Bewertungen der Lage von Helmut Kohl oder George Bush Senior.
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Die Berliner Mauer: Am Reichstag

Die Berliner Mauer: Am Reichstag

Dokumentiert

Mauer und Todesstreifen

Auf 1084 Fotos hinterließen die DDR-Grenztruppen 1989 eine Gesamt-Topographie der Berliner Mauer, die das System der Grenzanlagen in den 80er Jahren von innen dokumentiert. Dajana Marquardt suchte fünfzehn Jahre nach dem Abriß der Mauer Standorte der Militär-Fotografen auf und machte Vergleichsfotos. 50 Bildpaare werden hier exklusiv präsentiert.
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Was übrig blieb

Mauerreste

Im Herbst 1989 fiel die Berliner Mauer. Nur ein Jahr später waren die Grenzanlagen im innerstädtischen Bereich, bis 1992 auch im Berliner Umland fast vollständig abgebaut. Was erinnert 15 Jahre danach noch an Mauer und Todesstreifen? Knapp 500 Spuren haben Hans-Hermann Hertle, Hilde Kroll und Dajana Marquardt im Bild festgehalten.
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Der Bruderkuß zur Begrüßung: Michael Gorbatschow und Erich Honecker

Der Bruderkuß zur Begrüßung: Michael Gorbatschow und Erich Honecker

Material

Geschichte in Bildern

Hunderte historische Fotos und Illustrationen zeichnen an dieser Stelle die Geschichte der Berliner Mauer nach: Sie zeigen die wichtigsten Momente, sie belegen spektakuläre Fluchten, das rigide Vorgehen des DDR-Regimes oder die Geschwindigkeit, mit welcher das Symbol der deutschen Teilung zerbröckelte.
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Material

Geschichte in Dokumenten

In der Geschichte der Berliner Mauer spielen zwei Pressekonferenzen mit überraschenden Äußerungen eine wichtige Rolle. Am 9. November 1989 gab Günter Schabowski auf die Frage eines Journalisten eine Antwort, die zum Mauerfall führte. Am 15. Juni 1961 erklärte Walter Ulbricht, dass niemand die Absicht habe, eine Mauer zu errichten. Alle wichtigen Dokumente vom Mauerbau bis zum Mauerfall.
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Multimedia

Video-Clips

In Kooperation mit der ARD-Tagesschau stehen hier Tagesschau- und Tagesthemenbeiträge zur Entwicklung in der DDR und zum Fall der Mauer zur Verfügung.
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O-Töne und Reportagen

Mauergeschichte zum Hören: Die O-Töne und Radio-Reportagen aus Ost und West sind ein Querschnitt aus 28 Jahren Mauer.
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