Chronik

Chronik 1989

Ãœberblick

„Die Mauer ... wird in fünfzig und auch in 100 Jahren noch bestehen bleiben", erklärt Erich Honecker noch Ende Januar 1989. Tatsächlich erscheint die DDR den meisten Zeitgenossen zu dieser Zeit stabil, obwohl das aufziehende wirtschaftliche Desaster am Zustand der Industrieanlagen, der Bausubstanz der Altstädte, der Straßen sowie der Luft- und Wasserverschmutzung erkennbar wird. Mehr
  • Januar 
  • Februar

     
    • 3. Februar

      1989

      Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Björn Engholm hält sich vom 31. Januar bis zum 3. Februar in der DDR auf. Im Mittelpunkt eines Gesprächs mit Erich Honecker stehen neben den internationalen Beziehungen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen der DDR und Schleswig-Holstein.

      Honecker hebt hervor, dass sich beide deutsche Staaten von der Anerkennung der Realitäten, der Achtung der Souveränität, der Nichteinmischung und der Berücksichtigung legitimer gegenseitiger Interessen leiten lassen sollten. In diesem Sinne sollten strittige Fragen wie die Respektierung der DDR-Staatsbürgerschaft, die Festlegung der Elbgrenze sowie die Existenz der Erfassungsstelle Salzgitter gelöst werden.

      Honecker und Engholm sprechen sich für die Aufnahme „normaler Beziehungen" zwischen der Volkskammer und dem Deutschen Bundestag aus. Beide bezeichnen einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen der DDR und Schleswig-Holstein als wünschenswert. Engholms Vorschlag, die Stadt Kiel in den grenznahen Verkehr einzubeziehen, wird seitens der DDR positiv aufgenommen. weniger anzeigen
    • 5. Februar

      1989

      Porträtaufnahme von Chris Gueffroy.
      Gegen 21.00 Uhr nähern sich der 20jährige Chris Gueffroy und der 21jährige Christian G. im Ost-Berliner Stadtbezirk Treptow der Grenze zu Neukölln, die an dieser Stelle der Teltowkanal bildet. Mehr
    • 6. Februar

      1989

      In Warschau beginnen die Gespräche zwischen der Regierung und der unabhängigen Gewerkschaft „Solidarnosc" am Runden Tisch.
    • 11. Februar

      1989

      Das Zentralkomitee der Ungarischen Sozialistischen Arbeiterpartei (USAP) beschließt, das Machtmonopol der kommunistischen Partei aufzugeben und zum Mehrparteiensystem überzugehen. Auch soll der „Eiserne Vorhang", der Stacheldraht an der ungarisch-österreichischen Grenze, abgebaut und durch eine normale Grenzsicherung ersetzt werden.
    • 15. Februar

      1989

      Ein sowjetischer Soldat steht lächelnd in der Tür eines Flugzeuges und hebt die rechte Hand zum Gruß.
      Der letzte sowjetische Soldat verlässt Afghanistan. Staats- und Parteichef Nadjibullah hat Afghanistan zur Fortsetzung des Kampfes gegen die Mudjaheddin seit dem 5. Februar unter Kriegsrecht gestellt.
    • 16. Februar

      1989

      Eine vierköpfige Familie aus Potsdam flüchtet mit ihrem Auto auf den Parkplatz der Ständigen Vertretung, durchbricht eine Sperre und verletzt dabei einen DDR-Volkspolizisten.
    • 21. Februar

      1989

      Der tschechoslowakische Schriftsteller und Bürgerrechtler Vaclav Havel wird in Prag wegen „Rowdytums" zu einer neunmonatigen Haftstrafe verurteilt. Mehr
    • Februar 1989

      Im Februar gelingt 5008 Bürgern die Flucht in den Westen; 4087 Menschen dürfen die DDR mit Genehmigung verlassen.
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