Hans-Hermann Hertle, 9. November 1989: Brandenburger Tor – Tanz auf der Mauer
Hans-Hermann HertleSofort, unverzüglich
Die Chronik des Mauerfalls
Ch. Links Verlag, Berlin 2019
Als um Mitternacht alle Übergänge für einen unkontrollierten Reiseverkehr offen standen, rechneten weder Volkspolizei noch Staatssicherheitsdienst oder Grenztruppen damit, dass das Brandenburger Tor eine geradezu magnetische Anziehungskraft auf die Berliner ausüben würde. Seine Wirkung als Symbol für die Teilung der Stadt, die es als bevorzugten Ort für die Überwindung dieser Teilung geradezu prädestinierte, wurde ausgerechnet in dieser Nacht unterschätzt.
Die Bewachung der Mauer am Brandenburger Tor und die Sicherung ihrer beiden Flanken zum Potsdamer Platz im Süden und zum Reichstagsgebäude im Norden galten den Grenztruppen der DDR als ihre heiligste Aufgabe. Erst in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre war die dünne Betonplattenwand an dieser Stelle durch einen nur drei Meter hohen, dafür aber fast genauso breiten, abgeflachten Betonwall ersetzt worden. Nach dem Willen der Erbauer symbolisierte diese aus Stahlbetonplatten geschichtete, panzerfeste Mauer die Endgültigkeit der deutschen Teilung.
Das Brandenburger Tor lag im Grenzabschnitt des Grenzregiments-36, doch aufgrund seiner Bedeutung wurde dieser Bereich von einer Sicherungskompanie geschützt, die dem Kommandeur des Grenzkommandos Mitte direkt unterstellt war. Die Führungsstelle der Sicherungskompanie befand sich nicht in einem der Tor-Gebäude, sondern in der gegenüberliegenden Clara-Zetkin-Straße. Zwei Offiziere versahen dort am 9. November ihren Dienst. Wie an den Tagen zuvor war er bis zum frühen Abend ohne besondere Vorkommnisse verlaufen. Auf der östlichen Seite, Unter den Linden, herrschte die gewohnte Betriebsamkeit. Im westlichen Vorfeld, auf der Straße des 17. Juni, bestiegen wie an jedem Tag zumeist Berlin-Besucher die Aussichtspodeste, um einen Blick über die Mauer in den Ostteil der Stadt zu werfen. Wie immer wurden sie von den Grenzsoldaten aufmerksam beobachtet, um die stets befürchteten Störungen und »Provokationen« rechtzeitig zu erkennen. Der Wachsamkeit der Grenzsoldaten war auch nicht entgangen, dass die Post am Vortag Kabel verlegt und einen Sendemast aufgebaut hatte. Nach aller Erfahrung der Grenzer kündigten sich auf diese Weise Filmarbeiten an. Dank der hervorragenden funkelektronischen Aufklärung des MfS war man bald im Bilde, dass der amerikanische Fernsehsender NBC eine Übertragungsstrecke aufbauen ließ, was jedoch keine weitere Besorgnis auslöste. [1]
Die Pressekonferenz Günter Schabowskis dagegen versetzte beide Offiziere in Erstaunen. Weil sie sich auf die Ausführungen des Politbüro-Mitglieds keinen Reim machen konnten, riefen sie den Kommandeur des Grenzkommandos Mitte, Generalmajor Erich Wöllner [2], an und fragten nach, was die Ankündigungen Schabowskis bedeuten sollten und mit welchen Auswirkungen auf ihren Dienst zu rechnen sei. [3] Wöllner hatte noch um 18.00 Uhr mit seinen sechs Stellvertretern und einigen Abteilungsleitern gemeinsam ein Abendessen eingenommen. Danach ging die Führung des Grenzkommandos Mitte auseinander; nur Wöllner selbst und zwei seiner Stellvertreter verblieben im Dienst. [4] Nach der Pressekonferenz klingelten bei Wöllner bzw. dem Diensthabenden Offizier des Grenzkommandos Mitte ununterbrochen die Telefone. Seine Untergebenen baten um Auskünfte, die der Kommandeur nicht geben konnte, oder erwarteten Befehle, die er nicht hatte. Auch der Kommandeur der Berliner Grenzdivision besaß keinerlei Vorinformation.
Wöllner wandte sich an seine Vorgesetzten im Kommando der Grenztruppen in Pätz. Weil der stellvertretende Verteidigungsminister und Chef der Grenztruppen, Generaloberst Klaus-Dieter Baumgarten, als Kandidat des Zentralkomitees an dessen Plenarsitzung teilnahm, hatte dort der Chef des Stabes, Generalmajor Dieter Teichmann [5], während des ganzen Tages die oberste Befehlsgewalt. Von der Erarbeitung einer neuen Reiseregelung hatte auch er nichts erfahren. »Noch heute bewegt mich die Frage«, äußerte Teichmann Anfang 1990, »warum niemand von uns offiziell unterrichtet wurde. Uns fehlte so jede Möglichkeit, notwendige Vorbereitungen an der Grenze zu treffen. Wir sind von den Entscheidungen der zentralen Stelle völlig überrascht worden. Für mich war das zunächst unfaßbar, übers Fernsehen von der Grenzöffnung zu erfahren.« [6] Um halb sieben hatte Teichmann den Fernseher eingeschaltet und Schabowskis Pressekonferenz gesehen. Danach ging er in aller Ruhe zum Abendessen und machte sich Gedanken, »was auf die Grenztruppen in den kommenden Wochen zukommen« würde. [7] Was immer Teichmann kommen sah, es kam schneller, als er dachte. Zurück vom Abendbrot, erreichte ihn der Anruf Wöllners. Da Teichmann selbst keine Informationen oder Befehle hatte, konnte er auch Wöllner keine Auskünfte erteilen, bevor er nicht seinen Chef und möglicherweise seine offiziellen und inoffiziellen Partner im MfS konsultiert hatte. [8] So vertröstete er Wöllner auf einen späteren Zeitpunkt.
Seit zehn Jahren war Wöllner Chef der Grenztruppen in Berlin, seit 1986 gehörte er der Berliner SED-Bezirksleitung an, der Schabowski vorstand. Zum ersten Mal fühlte er sich von seiner Partei und seinen Vorgesetzten gleichzeitig im Stich gelassen. »Am Abend der Schabowski-Erklärung wußten wir im Grenzkommando Mitte von gar nichts«, klagte Wöllner im Nachhinein. »Wenn die Grenzöffnung ordentlich vor sich gegangen wäre, dann hätten wir vom Politbüro über das Ministerium und den Chef Grenztruppen vorher erfahren müssen: ›Paßt auf, da kommt in nächster Zeit eine Weisung. Ihr seid vorn an der Grenze die zuerst Betroffenen.‹ Aber es kam überhaupt nichts. Wir waren völlig auf uns allein gestellt. Und meine ersten Gedanken waren: Wenn die dir vorher nichts sagen, dann sollen sie auch sehen, wie sie zurechtkommen, du machst jetzt gar nichts.« [9] Was hätte Wöllner in den ersten Stunden auch anderes tun sollen? Sollte er der Bevölkerung mit seiner Division eine blutige Schlacht liefern – ohne Rückendeckung von oben und gegen einen Beschluss der politischen Führung, also auf eigenes Risiko? »Sollen doch andere das auslöffeln. Soll doch das MfS, sollen Ziegenhorn und Neiber entscheiden, was zu tun ist – ich entscheide nichts«, gibt einer seiner Stellvertreter die Trotzhaltung des Kommandeurs an diesem Abend wieder. [10] »Aber lange«, so Wöllner selbst, »konnte ich das natürlich nicht durchhalten.« [11]
Während der Druck der Ost-Berliner auf die Grenzübergänge zunahm, blieb die Lage am Brandenburger Tor zunächst ruhig. Eine einzelne Person, die um 21.03 Uhr von der Westseite auf die Panzermauer geklettert war, kam der Aufforderung der DDR-Grenzer widerspruchslos nach, in den Westteil zurückzuspringen. Dieser Vorgang wiederholte sich mit dem gleichen Ergebnis noch einmal um 21.49 Uhr. Noch gegen 22.00 Uhr galt die Lage am Brandenburger Tor als so stabil, dass ein Zug der seit dem 40. Jahrestag zusätzlich zur Sicherungskompanie am Brandenburger Tor eingesetzten Offiziershochschüler zur Verstärkung der Kräfte des Kommandanten des benachbarten Grenzübergangs Friedrich-/Zimmerstraße abkommandiert wurde.
Eine halbe Stunde später wurde die Mauerkrone erneut bestiegen; dieses Mal gleich von einer ganzen Personengruppe. Jetzt war es die West-Berliner Polizei, die auf Räumung drängte und die Ordnung wiederherstellte. Um 22.44 Uhr meldeten Polizeibeamte auf der Westseite ihrem Lagezentrum in Tempelhof, dass die Menschenansammlung am Brandenburger Tor auf 400 bis 500 Personen angewachsen sei, von denen einige begonnen hätten, die Mauer mit Hämmern zu beschädigen. [12] Exakt zur gleichen Zeit erstatteten Volkspolizisten der Inspektion Mitte ihrem Präsidium am Alexanderplatz die Meldung, dass sich auf der östlichen Seite 50 bis 60 Personen am Sperrzaun vor dem Brandenburger Tor eingefunden hätten. Sie brächten ihre Freude über die neue Reiseregelung zum Ausdruck. Gegenüber den Angehörigen der Volkspolizei herrsche eine entspannte Atmosphäre. [13]
Wenige Minuten vor Mitternacht wurde die Mauerkrone erneut bestiegen. Die Aufforderungen, die Mauer zu verlassen, blieben jetzt unbeachtet, und selbst der Versuch der Grenzer, die Menschen mit einer eilig an einen Hydranten angeschlossenen Wasserspritze zu vertreiben, zeigte nur vorübergehenden, aber keinen dauerhaften Erfolg. Auf der West-Berliner Seite hatten sich mittlerweile mehrere Tausend, auf der Ost-Berliner Seite unmittelbar an den Rollgittertoren zum Pariser Platz mehrere Hundert Menschen angesammelt, und der Zustrom auf beiden Seiten hielt an.
Ohnmächtig musste die Volkspolizei mit ansehen, wie um 1.06 Uhr 150 Menschen – überwiegend West-Berliner, die über die Invalidenstraße in den Osten eingedrungen waren – die Weidendammer Brücke in der Nähe des S-Bahnhofs Friedrichstraße blockierten und die Beseitigung der Mauer forderten: »Kräfte in Mitte reichen zur Beseitigung der Störung nicht aus«, hielt der Lagebericht lapidar fest. [14] Innerhalb der nächsten fünf Minuten wurden der Volkspolizeiinspektion Mitte vom Präsidium 19 Funkstreifenwagen aus Inspektionen ohne eigenes Grenzgebiet als Sofortverstärkung zugewiesen, Einsatzalarm für die Schutzpolizei aller elf Inspektionen gegeben und volle Arbeitsbereitschaft für die Kriminalpolizei des Präsidiums hergestellt. Die Maßnahmen kamen zu spät, um 300 Personen zu stoppen, die sich um 1.10 Uhr Unter den Linden in Richtung Brandenburger Tor bewegten. Als der Gruppenführer der Sicherungskompanie aus seinem Postenhäuschen an der Ecke Unter den Linden-/Grotewohlstraße die Information über die herannahende Menge an die Diensthabenden Offiziere in der Führungsstelle weitergab, konnten diese bereits aus dem Fenster beobachten, wie die Menschen den Sperrzaun am Pariser Platz einfach überstiegen, die Sicherungsketten der Grenzsoldaten durchbrachen und über den Platz zum Brandenburger Tor flanierten. Soweit sie es nicht von sich aus vorgezogen hatten, sich zurückzuziehen, wurde den Grenzsoldaten befohlen, zur Seite zu treten, sich neben dem Brandenburger Tor in Sicherheit zu bringen und auf keinen Fall von ihren Maschinenpistolen Gebrauch zu machen.
Während zahlreiche Menschen von der Mauer in den Ostteil heruntersprangen und sich Ost und West unter dem Brandenburger Tor vereinigte, bildeten andere auf der östlichen Seite Räuberleitern, um auf die Panzermauer zu gelangen, oder nutzten den noch herumliegenden Wasserschlauch als Tau, um sich auf die Mauerkrone ziehen zu lassen. [15]
Der Journalist Jürgen Petschull, der ebenfalls über den schmiedeeisernen Zaun am Pariser Platz gestiegen war, beschreibt den Augenblick, als er das Brandenburger Tor erreicht: »Wir stehen unter den turmhohen Säulen. (...) 28 Jahre war das Brandenburger Tor von der Mauer und von Männern mit Maschinenpistolen versperrt. Auch wer nicht zu Emotionen neigt – dies ist ein unvergeßlicher Moment. Wildfremde Menschen umarmen sich. Viele weinen. Wir spazieren durch die Durchgänge zwischen den Säulen, vor und zurück. Immer wieder. Durch dieses kolossale Monument großdeutschen Imponiergehabes? Es ist ein sinnliches Erlebnis wie eine Erstbesteigung. Mancher streichelt den kalten Stein.« [16]
Bis gegen 23.00 Uhr hatte der Kommandeur des Grenzkommandos Mitte vergeblich auf Befehle oder klare Anweisungen aus dem Kommando der Grenztruppen in Pätz gewartet. Nachdem die GÜSt Bornholmer Straße gefallen war, befahl Generalmajor Wöllner die Herstellung der vollen Arbeitsbereitschaft für den Stab des GKM; Führung und Stabsoffiziere wurden alarmiert. Einige Stellvertreter des Kommandeurs wurden nach ihrem Eintreffen in Karlshorst zur Unterstützung in nachgeordnete Truppenteile befohlen, vor allem in die Führung des Grenzregiments-36 in Rummelsburg und die Führungsstelle der Sicherungskompanie Brandenburger Tor. Oberst Heinz Geschke zufolge hatte Wöllner gegen 23.30 Uhr als Order ausgegeben: »Ruhe bewahren, Lage stabilisieren, keine Unfälle zulassen, in ruhige Bahnen lenken.« [17]
Heinz Geschke, Oberst, Stellvertreter Grenzsicherung im Grenzkommando Mitte
»Doppelt wichtig: Keine Anwendung der Schußwaffe«
»Und gegen 23.30 Uhr hat der Kommandeur dann befohlen – das habe ich fast wörtlich als seine Befehlserteilung mitgeschrieben: ›1. Heranführung von Reserven und Bereitstellung an den Grenzübergangsstellen mit der Besonderheit Brandenburger Tor. Der Einsatz von Offizieren des Stabes und der Grenzausbildungsregimenter, auch deren Einheiten, ist vorzubereiten. 2. Die Stellvertreter und Kommandeure der Truppenteile haben durchzusetzen: Die Menschen und Fahrzeugströme in geordnete Bahnen zu lenken, Unfälle zu verhindern, jegliche Konfrontation mit der Bevölkerung zu vermeiden, taktische Handlungen zu unterlassen, mögliche Verletzte im Gedränge zügig bergen (Abtransport ins VP-Krankenhaus). Doppelt wichtig: Keine Anwendung der Schußwaffe, Konzentration auf den Schutz der wichtigsten Objekte (Waffen, Munition, Kampftechnik) sowie des Lebens der eingesetzten Grenzsicherungskräfte. Auffahren und Formieren von Marschkolonnen (SPW, Artillerie oder Kampftechnik) bzw. ein Verlassen der Objekte ist streng verboten. Aktive Handlungen nur auf Weisung des Kommandeurs des Grenzkommandos Mitte.‹ Das Ziel war – so hatte ich das damals verstanden und verstehe ich es auch heute noch –, die Lage zu stabilisieren, die Führung wieder zu gewährleisten – denn sie war vom Prinzip her abgerissen – und das Vertrauen der Untergeordneten zum vorgesetzten Stab zu festigen.« Gespräch mit Heinz Geschke, 5. 8. 1998
»Doppelt wichtig: Keine Anwendung der Schußwaffe«
»Und gegen 23.30 Uhr hat der Kommandeur dann befohlen – das habe ich fast wörtlich als seine Befehlserteilung mitgeschrieben: ›1. Heranführung von Reserven und Bereitstellung an den Grenzübergangsstellen mit der Besonderheit Brandenburger Tor. Der Einsatz von Offizieren des Stabes und der Grenzausbildungsregimenter, auch deren Einheiten, ist vorzubereiten. 2. Die Stellvertreter und Kommandeure der Truppenteile haben durchzusetzen: Die Menschen und Fahrzeugströme in geordnete Bahnen zu lenken, Unfälle zu verhindern, jegliche Konfrontation mit der Bevölkerung zu vermeiden, taktische Handlungen zu unterlassen, mögliche Verletzte im Gedränge zügig bergen (Abtransport ins VP-Krankenhaus). Doppelt wichtig: Keine Anwendung der Schußwaffe, Konzentration auf den Schutz der wichtigsten Objekte (Waffen, Munition, Kampftechnik) sowie des Lebens der eingesetzten Grenzsicherungskräfte. Auffahren und Formieren von Marschkolonnen (SPW, Artillerie oder Kampftechnik) bzw. ein Verlassen der Objekte ist streng verboten. Aktive Handlungen nur auf Weisung des Kommandeurs des Grenzkommandos Mitte.‹ Das Ziel war – so hatte ich das damals verstanden und verstehe ich es auch heute noch –, die Lage zu stabilisieren, die Führung wieder zu gewährleisten – denn sie war vom Prinzip her abgerissen – und das Vertrauen der Untergeordneten zum vorgesetzten Stab zu festigen.« Gespräch mit Heinz Geschke, 5. 8. 1998
Um 0.20 Uhr erhielt Wöllner vom Kommando der Grenztruppen den Befehl, das GKM in »erhöhte Gefechtsbereitschaft« zu versetzen. Dieser Befehl wurde telefonisch über die Linie der Operativ Diensthabenden in Pätz und Karlshorst direkt in die Grenzregimenter übermittelt. [18] Im Schneeballsystem erfolgte die Alarmierung des Offiziersbestandes. Da die Offiziere zum Teil auf die um diese nächtliche Zeit nur in großen Abständen verkehrenden öffentlichen Nahverkehrsmittel angewiesen waren, verzögerte sich ihre Ankunft in den Dienstobjekten. So wurde es 1.30 Uhr, bis die ersten Reservekräfte aus den in Oranienburg und Wilhelmshagen stationierten Grenzausbildungsregimentern sowie der am Hölzernen See untergebrachten Offiziershochschülerkompanien zur Verstärkung in Richtung Brandenburger Tor überhaupt erst einmal in Marsch gesetzt werden konnten. [19]
Erst jetzt mobilisierte auch das Präsidium der Volkspolizei in enger Abstimmung mit der Berliner Bezirksverwaltung für Staatssicherheit und dem GKM zusätzlich zur Schutzpolizei seine in Basdorf kasernierte Elitetruppe der Bereitschaftspolizei. Um 1.39 Uhr gab der Stabschef des PdVP Berlin, Oberst Dieter Dietze, den Befehl an die 17.–19. Volkspolizei-Bereitschaft weiter, »alle vereidigten Kräfte zu formieren, Marschbereitschaft herzustellen und sich zum Präsidium in Marsch zu setzen«. [20] Um 2.00 Uhr schließlich befahl der Leiter der BVfS Berlin die Mitarbeiter aller Diensteinheiten in ihre Dienststellen. [21]
In der Zwischenzeit waren die telefonisch per Kennwort geweckten Stabsoffiziere des Grenzkommandos Mitte, teils mit ihren Autos, teils mit der Straßenbahn, nacheinander in ihrer Dienststelle in Karlshorst eingetroffen. Der Offizier vom Dienst wies sie an, in ihre Felddienstuniformen zu steigen, ihre persönliche Waffe in Empfang zu nehmen und sich ins Lage-Zimmer zu begeben. Dort wartete bereits der General auf sie. »Genossen«, sagte er, »alle raus ans Brandenburger Tor. Nehmt euch was zu essen mit, ein paar Kekse, und zieht euch Handschuhe an. Die Waffe habt ihr alle empfangen. Fahrt hintenrum durch die Seitenstraßen. Vorne am Brandenburger Tor ist alles zu, da ist kein Durchkommen. Fahrt in die Zetkin-Straße. Dort werdet ihr eingewiesen.« [22]
Mit Geländewagen wurden die Stabsoffiziere in Gruppen von acht bis zehn Mann zum Brandenburger Tor gebracht. Schon während der Fahrt vermittelte sich ihnen die Stimmung dieser Nacht: Menschen bewegten sich mit Sektflaschen auf die Grenze zu, und die Euphorie auf der Straße stieg, je näher sie ans Brandenburger Tor kamen. [23] In der Führungsstelle der Sicherungskompanie hatten Oberst Hans Haase [24] und Oberst Walter Halbich [25], beide Stellvertreter des Kommandeurs, die Leitung des Einsatzes übernommen. Die Offiziere wurden eingewiesen, die Massen ruhig und friedlich, ohne Anwendung der Schusswaffe, über die Mauer zurückzuschicken bzw. aus dem Vorfeld hinter die Sperrgitter auf der Ostseite zurückzuholen. [26]
Das Bild, das sich den Offizieren rund um das Brandenburger Tor darbot, stellte den Sinn ihres ganzen Berufslebens in Frage. »Der Platz war schwarz von Menschen«, beschreibt einer der aus Karlshorst herangeführten Stabsoffiziere die vorgefundene Szenerie, »und um den Platz herum standen Offiziersschüler aus Suhl, ihre Offiziere waren nicht zu sehen, die Jungs waren sich im Grunde selbst überlassen, waren völlig hilflos, so daß wir vorrangig erst mal mit denen gesprochen haben. Wir wußten selber nicht, was passiert. Mir war nur eins klar, daß alles vorbei ist. Die Mauer war von Tausenden West-Berlinern besetzt, die skandierten, die Mauer muß weg. Irgendwann versuchten zwei Männer mit einem Vorschlaghammer und einer Kreuzhacke, die Mauer einzureißen, da habe ich mich noch dagegengestellt und den Mann mit der Kreuzhacke am Zuschlagen gehindert. Der hat die Hacke abgesetzt und mich gefragt: Was wird nun? Da habe ich ihm die Hacke weggenommen und gesagt, nu kannste wieder rübergehen, der war über die Mauer geklettert zu uns rüber und runtergesprungen und ist dann wieder zurückgegangen.« [27]
40 bis 50 Offiziere bemühten sich, teils durch persönliche Ansprache, teils mit Hilfe eines Lautsprecherwagens, die Berliner friedlich »dahin oder dorthin zu schicken – je nachdem, wohin sie wollten« – mit bescheidenem Erfolg. »Dann habe ich nach einigen vergeblichen Versuchen gemerkt: Es geht nicht. Mit mir waren drei Mann zusammen. Wir haben es dann erneut versucht und gesagt: ›Bitte gehen Sie da zurück und dort zurück!‹ Doch der Versuch der Leute, nur einmal das Brandenburger Tor anzufassen, nur einmal durchzugehen, war nicht zu bremsen. Es waren keine Randalierer wie später, das war die ›echte‹ Bevölkerung Berlins, die wollte nur mal durchs Brandenburger Tor gehen. Ich habe das nicht verstanden, ich habe es nicht begriffen. Aber es waren keine Jugendlichen, es waren wirklich Leute im mittleren Alter, in unserem eigenen Alter, die kannten das von früher, die wollten da mal durch und einmal anfassen. Ich habe selbst eine Frau im Rollstuhl einmal durch das Tor geschoben und dann wieder zurückgebracht. Es war für mich als völlig außenstehenden Militär, der konsequent bis zuletzt war, echt bewegend. Das hat mich geprägt.« [28]
Bis alle in Marsch gesetzten Reservekräfte aus dem Oranienburger und Wilhelmshagener Grenzausbildungsregiment sowie der Offiziershochschule herangeführt waren, vergingen drei Stunden. Gegen 3.00 Uhr waren schließlich 447 Grenzoffiziere und -soldaten zusätzlich am Brandenburger Tor im Einsatz, unterstützt von einhundert Volkspolizisten. Hatten sich die vorhandenen Kräfte bis dahin darauf beschränken müssen, die Flankenbereiche des Tores zu sichern, so wurden nun Ketten gebildet und erste Versuche zu einer gewaltlosen Zurückdrängung der Menschen unternommen. Auf diese Weise gelang es, zunächst den Bereich zwischen dem Tor und den Sperrgittern zu räumen. [29] Um 3.30 Uhr gab das Präsidium der Volkspolizei für die überwiegend einsatzbereit im Hintergrund gehaltenen Kräfte erstmals Entwarnung; der Stabschef befahl, den Schutzpolizisten die »Entschärfung der Situation zu verdeutlichen« und sie, soweit sie nicht unmittelbar gebraucht würden, wieder zu entlassen. [30] Zwischen 4.30 Uhr und 5.00 Uhr war dem Lagebericht des MfS zufolge der gesamte Bereich zwischen Panzermauer und Rollgittern auf östlicher Seite geräumt.
Die Menschenmenge auf der westlichen Seite wurde am frühen Morgen auf zweibis dreitausend Personen geschätzt. Unverändert hielten noch immer mehrere Hundert Menschen die Panzermauer besetzt, und der ganze Platz hallte von dem Klopfen der Mauerspechte wider, die den Schutzwall auf der Westseite mit Hämmern und Meißeln bearbeiteten. Das hell klingende Geräusch, gelegentlich von kräftigen, dumpfen Vorhammerschlägen übertönt, ging den Grenzern durch Mark und Bein. »Als die Offiziere, die unmittelbar dort (am Brandenburger Tor – d. Vf.) standen, zurückkamen (nach Karlshorst – d. Vf.)«, erinnerte sich der Stabschef und 1. Stellvertreter des Kommandeurs des Grenzkommandos Mitte, Oberst Günter Leo [31], »waren die total konfus, die fühlten sich betrogen, hinters Licht geführt. Mit denen war nicht mehr zu reden. Für sie war der Sinn ihres Berufslebens, ihre Ehre, ihre Würde zerstört.« [32]
Nach Mitternacht unternahmen auch Oberst Krüger vom MfS und Generaloberst Wagner vom MdI in einem zivilen Fahrzeug eine gemeinsame Erkundungsfahrt zur Grenze, um sich einen persönlichen Eindruck von der entstandenen Lage zu verschaffen. Danach habe sich nach den Erinnerungen von Hans-Joachim Krüger zwischen ihnen sinngemäß folgender Dialog abgespielt:
»Krüger: Karl-Heinz, das sieht schlimm aus!
Wagner: Es sieht schlimm aus. Soll ich dir mal was sagen?
Krüger: Na sag’s!
Wagner: Der Sozialismus ist verloren. Sieh in die Augen der Menschen. Wir haben kein Hinterland mehr!« [33]
Während die gesamte politische und militärische Führungsspitze der DDR in dieser Nacht öffentlich nicht in Erscheinung trat, erfuhr Radio DDR 1 auf Anfrage aus dem Innenministerium, dass die Grenzübergangsstellen nach West-Berlin und der BRD »als Übergangsregelung« bis zum Morgen des 10. November, 8 Uhr, allein unter Vorlage des Personalausweises passiert werden könnten. [34] Ab 2.00 Uhr wurde diese Information in den Nachrichten gesendet. Krenz und Schabowski, Mielke, Keßler und Dickel hüllten sich in Schweigen. Vom Zentralkomitee der SED, der Führung seines Ministeriums und dem dort sonst allgegenwärtigen Ministerium für Staatssicherheit alleingelassen, war es der Leiter der Hauptabteilung Pass- und Meldewesen im MdI, Oberst Gerhard Lauter, der um vier Uhr im Rundfunk einräumte, dass die eingetretene Situation nicht den Festlegungen des Ministerrates entsprach. Er äußerte die Hoffnung, dass es in den folgenden Tagen, wenn Vertrauen in die Reiseregelung entstanden sei, zur Anwendung der festgelegten Ordnung des Ministerrates kommen werde. [35] Doch in Lauters Worten klang unüberhörbar Verunsicherung mit, denn die aktuelle Lage in der Stadt bot wenig Anlass für diesen Optimismus.
Wegen der Ankündigung, dass Ost-Berliner ab 8.00 Uhr nur mit einem Visum passieren dürften, fuhr der amerikanische Stadtkommandant, General Raymond E. Haddock, in Begleitung seiner Frau am Morgen des 10. November um 7.30 Uhr zum Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße, um sich selbst ein Bild zu machen. Haddock: »Aber es wurde 8.00 Uhr und nichts veränderte sich; noch immer kamen Massen über die Grenze. Ich ging zu einem Grenzpolizisten und fragte ihn: ›Die Leute brauchen doch ab 8.00 Uhr heute ein Visum, wenn sie die Grenze überqueren wollen?‹ Und er antwortete: ›Visum – kein Visum, macht nichts! Die Mauer ist weg! Die Mauer ist gefallen, es ist vorbei!‹« [36]
Mit unbeschreiblicher Freude und Begeisterung feierten die Berliner den Fall der Mauer bis in die frühen Morgenstunden als Volksfest auf dem Kurfürstendamm. Dann brachen die Ost-Berliner auf und machten ihre Drohung »Wir kommen wieder!« wahr. Doch die DDR, in die sie zurückkehrten, war nicht mehr die, die sie wenige Stunden zuvor verlassen hatten. Die 28-jährige Geiselnahme der DDR-Bevölkerung mit ihren willkürlichen Freilassungen und Freigangsregeln hatte ein unblutiges Ende genommen, die Fesseln waren gesprengt, die Einsperrung beendet.
Quelle: Hans-Hermann Hertle: Sofort, unverzüglich. Die Chronik des Mauerfalls, Ch. Links Verlag, Berlin 2019
[1]
BVfS Berlin/Stab, Rapport Grenzsicherung 312 vom 8. 11. 1989, 5.00 Uhr, bis 9. 11. 1989, 5.00 Uhr (BStU, ASt. Berlin, A 1017, Bl. 14).
[2]
Generalmajor Erich Wöllner, Jg. 1931, Schuhmacher, 1949 Eintritt in die Volkspolizei, 1955 Studium an der sowjetischen Militärakademie, danach Kommandeur eines Mot.-Schützen-Regiments, 1965 – 67 Besuch der Generalstabsakademie in Moskau, dann Kommandeur einer Lehreinrichtung der NVA (Mobilmachungsdivision), seit dem 20. 2. 1976 Generalmajor, seit 1. 9. 1979 Kommandeur des Grenzkommandos Mitte und seit 1986 Mitglied der Bezirksleitung der SED in Berlin.
[3]
Vgl. das Gespräch von Volker Koop mit einem Offizier der Sicherungskompanie Brandenburger Tor (PArch Koop).
[4]
Gespräch d. Vf. mit Heinz Geschke, 9. 11. 1994.
[5]
Generalmajor Dieter Teichmann, Jg. 1930, Forstingenieur, Besuch der Militärakademie in Dresden, 1966 Abschluss als Diplom-Militärwissenschaftler, 1972 Abteilungsleiter im Kommando der Grenztruppen, seit 1986 Stellvertreter des Chefs und Chef des Stabes der Grenztruppen, 1990 Chef der Grenztruppen (vgl. Neue Berliner Illustrierte 8/1990, S. 4).
[6]
Dieter Teichmann, zit. nach: Neue Berliner Illustrierte 8/1990, S. 4.
[7]
Vgl. Berliner Zeitung, 9. 11. 1990, S. 3.
[8]
Teichmann wurde auf der Grundlage einer schriftlichen Verpflichtung von 1974 bis zum 13. 11. 1989 von MfS als inoffizieller Mitarbeiter (Deckname »Wagner«), zuletzt für die HA I, geführt. Sein Einsatz »erfolgte zur Durchsetzung und Qualifizierung des Geheimnisschutzes sowie zur Sicherheitsüberprüfung der Stabsoffiziere im Bereich des Chefs des Stabes. Des weiteren erfolgte sein offensiver Einsatz zur Durchsetzung der Sicherheitserfordernisse des MfS als Ganzes bezogen auf die Sicherung der Staatsgrenze« (BStU, MfS-AIM 11538/89, Bl. 415). Für seine guten tschekistischen Leistungen wurde er 1984 mit der MfS-Medaille für Waffenbrüderschaft in »Gold« ausgezeichnet. Die Einstellung der Zusammenarbeit erfolgte einen Tag nach dem Fall der Mauer, am 10. 11. 1989, »im Interesse der Sicherheit und Konspiration der Person des IME« (BStU, ZA, MfS-AIM 11538/89, Bl. 413). – Teichmann wurde im Januar 1990 Nachfolger von Klaus-Dieter Baumgarten als Stellvertretender Verteidigungsminister und Chef der Grenztruppen.
[9]
Erich Wöllner, in: Koop 1993, S. 66.
[10]
Gespräch d. Vf. mit Heinz Geschke, 9. 11. 1994.
[11]
Erich Wöllner, in: Koop 1993, S. 66.
[12]
LagemeldungenderWest-BerlinerPolizeivom9./10.11.1989,dok.in:Berliner Zeitung, 9. 11. 1990, S. 3.
[13]
PdVP-Rapport Nr. 230, lfd. Nr. 17 (ARCHIV POLPRÄS BLN/DEZ VB 132).
[14]
PdVP-Rapport Nr. 230, lfd. Nr. 21 (ARCHIV POLPRÄS BLN/DEZ VB 132).
[15]
Der Lagebericht des PdVP hielt diese Situation folgendermaßen fest:»Gegen 1.20 Uhr überstiegen auf dem Territorium der DDR ca. 50 – 60 Personen die vorderen Sperrzäune am Pariser Platz und bewegten sich in Richtung Brandenburger Tor. Die Zahl der sich in diesem Bereich (Grenzgebiet) aufhaltenden Personen wuchs in der Folge auf rund 500 an. Kräfte der Grenztruppen der DDR und der Volkspolizei bildeten unmittelbar am Brandenburger Tor Sperrketten. Einigen Personen (ca. 10) gelang es, die Staatsgrenze zu übersteigen.« Vgl.: PdVP Berlin, Fernschreiben vom 10. 11. 1989, 6.25 Uhr, Anlage zu: PdVP-Rapport Nr. 231 (ARCHIV POLPRÄS BLN/DEZ VB 132).
[16]
Petschull 1989, S. 210 f.
[17]
Gespräche d. Vf. mit Heinz Geschke, 9. 11. 1994 und 5. 8. 1998.
[18]
Zu den Handlungen der Grenzregimenter nach der Erteilung des Befehls »Erhöhte Gefechtsbereitschaft« vgl. weiter unten.
[19]
HauptabteilungI/Grenzkommando Mitte / Abteilung Abwehr, Vorkommnisse am 9./10. November 1989 im Grenzabschnitt Brandenburger Tor, Grenzregiment-36, Berlin, 10. November 1989, S. 2 (BStU, ZA, MfS-Arbeitsbereich Neiber 553, Bl. 46).
[20]
PdVP-Rapport Nr. 230, lfd. Nr. 25 (ARCHIV POLPRÄS BLN/DEZ VB 132).
[21]
Vgl. (MfS-)Kreisdienststelle Treptow, ODH-Film vom 9. 11. 1989, 7.00 Uhr, bis 10. 11. 1989, 7.00 Uhr, Nr. 12 (BStU, ASt. Berlin, A 204, Bl. 16).
[22]
Gespräch d. Vf. mit einem Stabsoffizier des GKM, 27. 6. 1995.
[23]
Vgl. die Aussage eines beteiligten Offiziers des Grenzkommandos Mitte in dem Film: Grenzdurchbruch 89, Regie: M.-J. Blochwitz (NVA-Dokumentarfilm D 483).
[24]
Oberst Hans Haase, gelernter Fleischer, 1949 Eintritt in die Volkspolizei, später KVP und NVA, seit 1971 Chef Artillerie im GKM und Stellvertreter des Kommandeurs.
[25]
Oberst Walter Halbich, Jg. 1941, 1959 Eintritt in die bewaffneten Organe als VP-Anwärter, 1962 Eintritt in die Grenztruppen, seit 1980 an der Berliner Grenze tätig, im November 1989 Stellvertreter des Kommandeurs des GKM für Ausbildung.
[26]
Gespräch d. Vf. mit einem Stabsoffizier des GKM, 27. 6. 1995.
[27]
Oberstleutnant Wolfgang M., in: Karau 1992, S. 109.
[28]
Gespräch d. Vf. mit einem Stabsoffizier des GKM, 27. 6. 1995.
[29]
Hauptabteilung I/Grenzkommando Mitte/Abteilung Abwehr, Vorkommnisse am 9. /10. 11. 1989 im Grenzabschnitt Brandenburger Tor, Grenzregiment-36, Berlin, 10. 11. 1989, S. 3 (BStU, ZA, MfS-Arbeitsbereich Neiber 553, Bl. 47).
[30]
PdVP-Rapport Nr. 230, lfd. Nr. 31 (ARCHIV POLPRÄS BLN/DEZ VB 132).
[31]
Oberst Günter Leo, Jg. 1941, Dreher, seit 1959 als Gefreiter im Grenzdienst, 1964 Abschluss der Offiziersschule der Grenztruppen in Plauen, 1968 Adjutant des Stadtkommandanten von Berlin, 1989 1. Stellvertreter des Kommandeurs und Chef des Stabes des GKM.
[32]
Oberst Günter Leo, in: Karau 1992, S. 51.
[33]
Gespräch d. Vf. mit Hans-Joachim Krüger, 7. 12. 1994.
[34]
Vgl. Radio DDR 1, 10. 11. 1989, 2.00-Uhr-Nachrichten, sowie Radio DDR 1, 10. 11. 1989, 3.00-Uhr-Nachrichten, zit. nach: RIAS Monitor-Dienst, Donnerstag, 9. 11. 1989, S. 1 ff.
[35]
Radio DDR 1, 4.00 Uhr, Frühprogramm, Gespräch mit Oberst Lauter, zit. nach: RIAS Monitor-Dienst, Freitag – Sonntag, 10. – 12. 11. 1989, S. 1 f.
[36]
Gesprächd. Vf. mit Raymond E. Haddock, 28.6.1998, zit. nach Hertle / Elsner 2009, S. 207.