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Chronik 1983

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    • 1983

      31. August - 1. September

      Eine zivile südkoreanische Passagiermaschine des Typs Boeing 747 mit 269 Menschen an Bord kommt auf dem Flug von Alaska nach Seoul 300 Meilen von ihrem Kurs ab und verletzt dabei sowjetischen Luftraum. Die Gründe für die Kursabweichung liegen bis heute im Dunkeln. Der sowjetische SU-15 Pilot Osipowitsch schießt die Maschine auf Befehl mit zwei Raketen ab. Das Flugzeug stürzt ins japanische Meer. Kein Passagier – unter ihnen 63 Amerikaner - überlebt.

      Die amerikanisch-sowjetischen Beziehungen sinken auf den Tiefpunkt. In einer Radioansprache bezeichnet US-Präsident Reagan den Abschuss am 5. September sechsmal als „Massaker" und verurteilt ihn als Verbrechen gegen die Menschlichkeit; verweigert aber zugleich durchgreifende Maßnahmen. Die sowjetische Nachrichtenagentur TASS rechtfertigt am 6. September den Abschuss; es habe sich um einen Spionageflug im Auftrag der amerikanischen Regierung gehandelt.

      Am 7. September verteidigt der sowjetische Außenminister Gromyko den Abschuss öffentlich während seiner Ansprache zur abschließenden Sitzung der KSZE in Madrid. Eine Begegnung zwischen dem amerikanischen Außenminister Shultz und seinem Amtskollegen Gromyko am 8. September in Madrid, die eigentlich zum Ausgangspunkt einer neuen Abrüstungsinitiative werden sollte, erlebt statt dessen eine harte Auseinandersetzung über den Abschuss des Flugzeugs. Weniger anzeigen
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